Marktbericht: Börse New York
US-Börsen nach Konjunkturbericht im Minus

Die New Yorker Aktienmärkte haben am Mittwoch im Minus geschlossen. Auf die Stimmung drückten vor allem unerfreuliche Konjunkturdaten und ein Kursrutsch an den Börsen in China. Beides befeuerte die Sorge, die Wirtschaft könnte sich nur schleppend erholen. Einen weiteren Dämpfer bekam die Wall Street durch den Konjunkturbericht der Fed.

HB NEW YORK. Der Rohölpreis gab mehr als sechs Prozent nach. Enttäuscht zeigten sich die Anleger vom Internetkonzern Yahoo, der zusammen mit Microsoft dem Suchdienst-Riesen Google den Kampf ansagt. Doch viele Investoren hatten sich eine umfangreichere Partnerschaft erhofft; Yahoo-Titel stürzten gut zwölf Prozent ab.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Handelsverlauf zwischen einem Hoch von 9094 und einem Tief von 9014 Punkten. Er ging 0,3 Prozent im Minus bei 9070 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,5 Prozent auf 975 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss 0,4 Prozent im Minus bei 1967 Stellen. In Frankfurt ging der Dax 1,9 Prozent höher bei 5270 Punkten aus dem Handel.

In New York verdarb den Marktteilnehmern vor allem das unerwartet starke Minus von 2,5 Prozent bei den Auftragseingängen für langlebige Güter im Juni die Stimmung. Für Beunruhigung sorgte auch der Ausverkauf an den China-Börsen. Spekulationen über eine Einschränkung der Kreditvergabe hatten den Markt in Shanghai so stark wie seit acht Monaten nicht mehr einbrechen lassen. Ein solcher Rückgang sei Grund zu großer Sorge, sagte Dan Faretta von Brokerhaus Lind-Waldock. Die Fed warnte zudem im „Beige Book“ vor einer dauerhaften Schwäche am Arbeitsmarkt, obwohl sich der Wirtschaftsabschwung verlangsamt.

Im Sog der Konjunkturskepsis geriet auch der Ölpreis kräftig unter Druck. Zudem waren die US-Vorräte überraschend gestiegen, was den Preisverfall weiter beschleunigte: Ein Fass US-Öl verbilligte sich um rund 4,30 Dollar und kostete damit weniger als 63 Dollar. Mit dem Öl gaben auch Energietitel nach. So verloren die Papiere von Exxon 0,7 und die von Chevron 1,8 Prozent. Der Baggerhersteller Caterpillar lastete zudem mit einem Minus von 2,5 Prozent schwer auf dem Dow.

Nach der Einigung auf eine Online-Partnerschaft fielen Yahoo-Titel um 12,1 Prozent auf 15,14 Dollar, Microsoft-Aktien legten dagegen 1,4 Prozent auf 23,80 Dollar zu. Aktien von Google, dem direkten Konkurrenten des neuen Bündnisses, verloren 0,8 Prozent auf 436,24 Dollar. Entschlossen trennten sich die Anleger vom Mobilfunkanbieter Sprint Nextel, der seinen Verlust im Quartal ausweitete. Die Papiere brachen fast zwölf Prozent auf 4,05 Dollar ein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,3 Mrd. Aktien den Besitzer. 1180 Werte legten zu, 1834 gaben nach und 94 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,1 Mrd. Aktien 988 Titel im Plus, 1617 im Minus und 139 unverändert. Die zehnjährigen Staatsanleihen legten im späten Handel auf 95-18/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 3,67 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen auf 95-22/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,51 Prozent.

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