Marktbericht Börse New York
US-Börsen profitieren von Fed-Ausblick

Die Zuversicht der Notenbank Fed über eine Stabilisierung der US-Wirtschaft haben den US-Börsen am Mittwoch zu Gewinnen verholfen. Die Notenbank bestärkte die Anleger in ihrer Hoffnung auf ein Abebben der Wirtschaftskrise.

HB NEW YORK. Nach zwei Tagen mit Verlusten legten die drei Hauptindizes jeweils mehr als ein Prozent zu. Für gute Stimmung sorgten zudem die Ergebnisse vom Villen-Bauer Toll Brothers und der Kaufhauskette Macy's.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 9361 Punkte, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 9221 und 9424 Punkten gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 legte 1,1 Prozent zu auf 1005 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 1,5 Prozent auf 1998 Stellen. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 1,2 Prozent auf 5350 Punkte aus dem Handel.

Die Wirtschaft befinde sich an einem Wendepunkt, sagte Analyst Carl Birkelbach. Es gebe Anzeichen dafür, dass dies auch der Fed nun klar sei. Ihre Zinspolitik änderten die Währungshüter nicht. An der Börse kam nach Einschätzung von Händlern eine kleine Schnäppchenjagd in Gang. Die Anleger seien besorgt, eine Rally zu verpassen und deckten sich deswegen ein, sagte Analyst Rob Stein von Astor Asset Management. Vor allem Finanz- und Verbraucherwerte waren gesucht. Der Versicherer Allstate Corp

legte um mehr als 16 Prozent zu. Bank of America-Merrill Lynch hatte die Empfehlung für Allstate auf „Kaufen“ angehoben. Auf der Unternehmensseite griffen die Anleger bei Papieren von Toll Brothers zu. Der Bauunternehmer für Luxusimmobilien hat im dritten Quartal zahlreiche neue Verträge abgeschlossen. Seine Aktien stiegen knapp 14 Prozent. Die US-Kaufhauskette Macy's hob ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Macy's-Papiere gewannen rund sechs Prozent. Die Titel von Applied Materials legten um knapp drei Prozent zu. Am Dienstag hatte der Chipausrüster nachbörslich mitgeteilt, dass er noch im laufenden Quartal wieder Gewinne schreiben wird.

Unter Druck gerieten die Anteilsscheine von Garmin. Goldman Sachs hält die Aktie für überwertet und setzte sie auf ihre Verkaufsliste, da die Bank mit Rückgängen am US-Markt für Navigationsgeräte rechnet. Die Aktie des Rivalen TomTom, die im zurückliegenden halben Jahr um 93 Prozent gestiegen war, büßte mehr als drei Prozent ein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,2 Mrd. Aktien den Besitzer. 2237 Werte legten zu, 813 gaben nach und 86 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,18 Mrd. Aktien 1907 im Plus, 782 im Minus und 118 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen um 09/32 auf 95-09/32. Sie rentierten mit 3,711 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 46/32 auf 95-17/32 und hatten eine Rendite von 4,528 Prozent.

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