Marktbericht: Börse New York
US-Börsen schließen mit leichtem Minus

Nach einem guten Start in die Handelswoche hat die Wall Street am Montag schwächer geschlossen. Für Unsicherheit bei den Anlegern sorgten vor allem schlechte Nachrichten aus der Pharmabranche sowie der steigende Ölpreis. Am Ende konnten selbst die guten Nachrichten von der Bank of America den Negativtrend nicht abwenden.

HB NEW YORK. Das Institut hatte bessere Zahlen vorgelegt als erwartet und damit Hoffnungen auf eine Beruhigung im US-Finanzsektor geschürt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,25 Prozent schwächer bei 11 467 Punkten. Dabei bewegte er sich zwischen 11 423 und 11 559 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,05 Prozent auf 1 260 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq fiel 0,14 Prozent auf 2 279 Stellen.

Für Unsicherheit in der Pharmabranche sorgten die US-Konzerne Merck & Co. und Schering-Plough. Nach einer Studie können beide mit ihrem Cholesterin-Präparat Vytorin wohl keine zusätzlichen Umsätze verbuchen. Demnach ist das Medikament nicht geeignet, wie erhofft auch die Wahrscheinlichkeit der Verengung der Aortenklappen am Herz zu reduzieren. Wegen der Bekanntgabe der Studienergebnisse hatten Merk und Schering-Plough auch die Vorlage ihrer Quartalszahlen auf die Zeit nach Börsenschluss verschoben und damit für zusätzliche Unruhe gesorgt. Am Ende lagen Merck-Papiere 6,2 Prozent tiefer bei 35,33 Dollar, Schering-Plough verloren 11,6 Prozent auf 18,95 Dollar. Schwach schlossen erneut auch die Technologieunternehmen. Nach den enttäuschenden Quartalsergebnissen von Google und Microsoft bewegten erneut Nachrichten in der Übernahme-Saga um Microsoft und Yahoo die Märkte, diesmal nach unten. Yahoo hatte mitgeteilt, es habe seinen Streit mit dem Großaktionär Carl Icahn über die zukünftige Führungsstruktur beigelegt. Damit wird es unwahrscheinlicher, dass Microsoft Yahoo doch noch kauft. Yahoo-Aktien gaben 3,4 Prozent auf 21,67 Dollar nach, Microsoft verloren 0,8 Prozent auf 25,64 Dollar.

Auch die Papiere des ipod-Herstellers Apple, der seine Ergebnisse nach Börsenschluss am Montag bekanntgeben wollte, gaben ein Prozent auf 163,50 Dollar nach.

Für schlechte Stimmung auf dem Parkett sorgte auch ein weiterer Anstieg des Ölpreises. Das Barrel Öl verteuerte sich um über zwei Dollar auf 131 Dollar.

Für positive Nachrichten sorgte die Bank of America. Zwar sank der Quartalsgewinn der Bank zum vierten mal in Folge, lag aber über den Erwartungen. Die Aktie schloss 3,8 Prozent höher bei 28,56 Dollar. Damit machte nach der Citigroup, Wells Fargo und JPMorgan eine weitere US-Bank den Anlegern etwas Hoffnung auf ein Ende der Bankenkrise. Analysten wie Matt McCall von Penn Financial sagte, man könne zwar noch nicht sagen, dass die Institute die Talsohle durchschritten hätten. Sie seien aber dabei, diese zu erreichen.

Die Papiere des Biotech-Konzerns Genentech zogen um 13,2 Prozent an, nachdem die Mutter Roche eine komplette Übernahme vorgeschlagen hatte und die verbleibenden Anteile von Genentech aufkaufen will. Die Schweizer halten bereits 55,9 Prozent der Papiere. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,2 Mrd. Aktien den Besitzer. 2 034 Werte legten zu, 1 115 gaben nach und 83 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,87 Mrd. Aktien 1 579 im Plus, 1 238 im Minus und 133 unverändert. An den US-Kreditmärkten kletterten die zehnjährigen Staatsanleihen um 12/32 auf 98-21/32 nach. Sie rentierten mit 4,042 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 14/32 auf 96-12/32 und hatten eine Rendite von 4,622 Prozent.

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