Marktbericht: Börse New York
US-Börsen schließen mit weiteren Verlusten

Für die US-Börsen geht es weiter abwärts: Belastet von schwachen Bankaktien hat die Wall Street am Dienstag trotz einer weiteren Entspannung am Ölmarkt deutlich im Minus geschlossen. Für Sorgenfalten auf dem Parkett sorgten vor allem neue Abschreibungen in der Finanzbranche.

HB NEW YORK. Die US-Börsen haben am Dienstag Kursverluste verbucht. Sorgen bereiteten den Börsianern vor allem neue Abschreibungen in der Finanzbranche, die erneute Ängste vor einem weiteren Abschwächen der Wirtschaft auslösten. Der weitere Rückgang des Ölpreises konnte die schlechten Nachrichten aus der Finanzbranche nicht wettmachen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Geschäftsverlauf zwischen einem Hoch von 11 782 und einem Tief von 11 601 Zählern. Er verließ den Handel 1,19 Prozent im Minus bei 11 642 Punkten. Der S&P-500 gab rund 1,2 Prozent auf 1289 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor nach einem kurzzeitigen Dreh Ins Plus letztlich 0,38 Prozent und ging mit 2430 Punkten aus dem Handel.

Vor allem Finanzwerte standen auf den Verkaufslisten der Händler. Zu den größten Verlieren gehörte die drittgrößte US-Bank JPMorgan Chase. Das Institut hatte bekanntgegeben, wegen der Turbulenzen an den Kredit- und Hypothekenmärkten seit Juli Verluste in Höhe von 1,5 Mrd. Dollar verbucht zu haben. In einem Zeitungsbericht war von Abschreibungen auf JPMorgans milliardenschwere Bestände an mit Hypotheken besicherten Wertpapieren die Rede. Die JPMorgan-Aktie fiel um knapp 9,5 Prozent.

Auch Citigroup und Bank of America verzeichneten Kursabschläge. Die Papiere von Citigroup verbilligten sich um 6,5 Prozent, die der Bank of America um rund 6,7 Prozent. Goldman Sachs-Werte verloren knapp sechs Prozent, nachdem mindestens zwei Brokerhäuser deren Aktie herabgestuft haben und die Gewinnprognose nach unten schraubten.

Für schlechte Stimmung sorgte zudem eine Studie der US-Notenbank Fed. Aus dem am Montag veröffentlichten Bericht geht hervor, dass die Finanzinstitute sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft in den vergangenen drei Monaten bei der Kreditvergabe die Zügel anzogen. Hintergrund waren die negativen Konjunkturaussichten. Experten werteten die Studie als Beleg, dass die vor gut einem Jahr ausgebrochene Finanzkrise die gesamte Wirtschaft noch immer fest im Griff hat. Auf die Stimmung drückte auch eine Aussage von Richard Fisher von der Dallas-Fed. Seiner Meinung nach könnte die US-Wirtschaft gegen Ende des Jahres schrumpfen.

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