Marktbericht: Börse New York
US-Börsen schließen ohne klares Bild

Erst sorgten sie für eine Belebung, dann wieder für einen Dämpfer: Die US-Arbeitsmarktdaten haben den Börsianern in den USA Kopfzerbrechen bereitet. Logische Folge: Die Aktienbörsen schlossen uneinheitlich. Gewinner gab es trotzdem.

HB NEW YORK. Die US-Börsen haben am Freitag uneinheitlich geschlossen. Der Dow Jones konnte sich zwar im Plus halten, die anderen Börsenbarometer wurden im Handelsverlauf aber unter anderem durch Gewinnmitnahmen belastet. Auch die zunächst positiv aufgenommen Arbeitsmarktdaten sorgten bei den Anlegern im Handelsverlauf für schlechtere Stimmung.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent im Plus bei 8763 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er dabei zwischen 8700 und 8839 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,3 Prozent auf 940 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging nahezu unverändert mit 1849 Punkten aus dem Handel.

Der Dax in Frankfurt schloss 0,2 Prozent höher bei 5077 Punkten. Im Wochenverlauf legte der Dow Jones um 3,1 Prozent zu, der S&P 2,3 Prozent und die Nasdaq 4,2 Prozent.

Kopfzerbrechen bereitete den Börsianern die Bewertung der Arbeitsmarktdaten. Der Stellenabbau in den USA verlangsamte sich im Mai zwar, die Arbeitslosenquote stieg aber mit 9,4 Prozent auf den höchsten Stand seit 1983. Insgesamt fielen 345.000 Jobs weg. Im Vormonat waren es noch 504.000 Arbeitsplätze.

Ryan Detrick von Schaeffers Investment Research erklärte, die Anleger seien zunächst von dem geringeren Stellenabbau angetan gewesen. "Aber dann haben sie erkannt, dass die Arbeitslosenquote höher ist als angenommen. Hinzu kommt, dass am Freitag viele Investoren die Gewinne der vergangenen Tage mitnehmen."

Unter anderem gerieten die Aktien der Großbank JPMorgan mit einem Abschlag von 2,3 Prozent unter Druck. Die Papiere der unter Gläubigerschutz arbeitenden Opel-Mutter General Motors kletterte zeitweise um ein Drittel auf 99 Cent und schlossen 16 Prozent im Plus bei 87 Cent.

Der US-Autobauer hatte den Verkauf seine Pkw-Marke Saturn an den Autohändler Penske und damit seine weitere Verschlankung in der Sanierung angekündigt. Die Papiere von Penske notierten 0,3 Prozent höher.

Auch die Anteilsscheine von Boeing legten zu und gewannen 4,1 Prozent. Die Airline United Airlines hatte am Vortag mitgeteilt, Angebote für die mögliche Bestellung von rund 150 Flugzeugen bei Boeing und Airbus in Auftrag gegeben zu haben. Die Aktien von United Airlines lagen indes 1,6 Prozent tiefer.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,26 Milliarden Aktien den Besitzer. 1460 Werte legten zu, 1539 gaben nach und 120 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,3 Milliarden Aktien 1217 im Plus, 1448 im Minus und 156 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen auf 93-04/32. Sie rentierten mit 3,842 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken auf 93-20/32 und hatten eine Rendite von 4,645 Prozent.

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