Marktbericht Börse New York
US-Börsen schließen uneinheitlich

Uneinheitliche Tendenz am New Yorker Aktienmarkt: Einerseits sorgte der gesunkener Ölpreis und positive Daten vom Immobilienmarkt für Entspannung, andererseits belastete ein erwarteter Milliardenverlust der Investmentbank Lehman Brothers die Kurse. Apple enttäuschte die Anleger mit der neuen iPhone-Version und belastete so den Nasdaq.

HB NEW YORK. Zudem schürten Äußerungen von Mitgliedern der US-Notenbank an den Märkten Ängste vor einer Anhebung der Zinsen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg bis zum Handelsschluss um 0,58 Prozent auf 12 280 Punkte. Im Verlauf pendelte er zwischen 12 195 und 12 331 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,08 Prozent auf 1361 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss dagegen 0,61 Prozent tiefer bei 2459 Punkten. In Deutschland ging der Dax 0,2 Prozent höher bei 6815 Punkten aus dem Handel. "Ich denke, jeder hat festgestellt, dass das, was Freitag auf dem Ölmarkt passiert ist, pure Spekulation ist. Und es herrscht kaum Zweifel, dass es im Ölmarkt eine Blase gibt", sagte Peter Cardillo von Avalon Partners. Ende vergangener Woche hatte der auf ein Rekordhoch von über 139 Dollar geschossene Ölpreis Anleger schockiert. Zum Wochenauftakt ging der Preis aber wieder etwas zurück: Der Preis für ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI fiel zum US-Handelsschluss auf unter 135 Dollar.

Der Rückgang dämpfte die Sorgen vor den Auswirkungen eines hohen Ölpreises und gab den Titeln von verbraucherorientierten Konzernen Auftrieb. So verteuerten sich etwa die Papiere des Einzelhandelsriesen Wal Mart um 2,06 Prozent. Zugleich stiegen jedoch auch Energietitel, da einige Investoren nur mit einem kurzfristigen Rückgang des Ölpreises rechneten. So gewannen etwa die Aktien von Exxon 2,63 Prozent hinzu. Die Papiere von McDonalds verteuerten sich um mehr als vier Prozent. Die weltweiten Umsätze in den Filialen, die bereits mehr als 13 Monate geöffnet sind, stiegen dem Konzern zufolge im Mai um 7,7 Prozent.

Für Erleichterung sorgte auch ein Bericht über einen unerwarteten Anstieg bei den anhängigen Verkäufen bestehender Häuser im April. Die Zahl der Veräußerungen kletterte dank zunehmender Schnäppchenkäufe auf den höchsten Stand seit sechs Monaten, wie ein Branchenverband mitteilte.

Sorgen machten den Investoren dagegen Äußerungen von US-Notenbank-Mitgliedern. Sowohl der Präsident der Fed von Dallas, Richard Fisher, als auch der Präsident der New Yorker Fed, Timothy Geithner, warnten vor den globalen Inflationsrisiken und schürten damit Ängste vor einer strafferen Zinspolitik. Dies zog Finanztitel nach unten.

Zudem schockte Lehman den Sektor mit Hiobsbotschaften. Die Investmentbank brachte wegen eines erwarteten Verlusts von fast drei Mrd. Dollar im zweiten Quartal eine sechs Mrd. Dollar schwere Kapitalerhöhung auf den Weg. Die Aktien der wegen der internationalen Finanzkrise unter Druck geratenen Bank verbilligten sich um 8,7 Prozent.

Zu den Verlierern gehörten auch die Aktien von Apple: Sie schlossen nach der Vorstellung des neuen iPhones 2,17 Prozent im Minus. Die neue Version des Multimedia-Handys soll auch in UMTS-Netzen funktionieren und nur halb so viel kosten. Auch die Papiere des Apple-Rivalen Palm gerieten unter Druck. Analysten zufolge könnte die Preissenkung beim neuen iPhone Palm schaden.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,35 Mrd. Aktien den Besitzer. 1111 Werte legten zu, 2004 gaben nach und 96 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,13 Mrd. Aktien 913 im Plus, 1952 im Minus und 122 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 17/32 auf 99-00/32. Sie rentierten mit 3,996 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 2/32 auf 95-29/32 und hatten eine Rendite von 4,629 Prozent.

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