Marktbericht Börse New York
US-Börsen setzen Rally fort

Nach einem überwiegend lustlosen Handel belebte die am Abend die Aussicht auf die Quartalszahlen von IBM den späten Handel. Beflügelt von den Kursgewinnen bei den Aktien des weltgrößten IT-Dienstleisters schlossen die US-Börsen am Donnerstag im Plus. Schlechter lief es dagegen für die Anleger von Marriott, CIT und JP Morgan.

HB NEW YORK. Die Börsianer wetteten auf gute Quartalszahlen von IBM und kauften daraufhin Technologiewerte. Der ehemalige PC-Hersteller präsentierte seine Bilanz nach Börsenschluss. "Die Investoren haben so hohe Erwartungen an die Quartalsergebnisse quer durch die Bank, so dass am Markt trotz des schleppenden Geschäfts Optimismus überwiegt", sagte Paul Baiochchi von Delta Global Advisors.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,1 Prozent höher auf 8711 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 8584 und 8739 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,9 Prozent auf 940 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 1,2 Prozent auf 1885 Punkte zu. In Frankfurt ging der Deutsche Aktienindex (Dax) mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 4957 Punkten aus dem Handel.

Die überraschend positive Bilanz der Großbank JPMorgan ließ die Börsianer indes kalt. Bei dem Kreditinstitut brummt das Geschäft vor allem im Investmentbanking. Das Geldhaus steigerte den Gewinn im zweiten Quartal 2009 um 36 Prozent auf 2,72 Mrd. Dollar. Die Einnahmen des Finanzinstituts, in das im vergangenen Jahr die Investmentbank Bear Stearns aufgegangen war, kletterten um 41 Prozent auf einen Rekordwert von 27,71 Mrd. Dollar. Die JPMorgan-Aktie fiel dennoch um 0,4 Prozent. Händler verwiesen auf Gewinnmitnahmen. Am Mittwoch hatte das Papier um 4,5 Prozent zugelegt.

Im Blickpunkt stand darüber hinaus der in Schieflage geratene Mittelstandsfinanzierer CIT. Jüngste Rettungsgespräche zwischen dem Unternehmen und der Regierung waren zunächst gescheitert. Die Papiere brachen um 75 Prozent auf 41 Cent ein. Im Juni 2007 hatten die Aktien noch 60 Dollar gekostet.

Die Aktien der Hotelkette Marriott fielen um 6,2 Prozent. Das Unternehmen verbuchte wegen der Finanzkrise und der Schweinegrippe für das zweite Quartal einen Gewinneinbruch von 76 Prozent.

Die Aktien des Internetgiganten Google, der seine Zahlen ebenfalls nachbörslich präsentierte, verteuerten sich bis Börsenschluss um ein Prozent. IBM-Papiere gewannen im Vorfeld der Bilanz 3,2 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,18 Mrd. Aktien den Besitzer. 2113 Werte legten zu, 881 gaben nach und 124 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,09 Mrd. Aktien 1660 im Plus, 961 im Minus und 141 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 12/32 auf 96-12/32. Sie rentierten mit 3,5651 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 26/32 auf 96-26/32 und hatten eine Rendite von 4,4455 Prozent.

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