Marktbericht: Börse New York
US-Börsen setzen Talfahrt fort

Neuer Präsident, altes Leid. Rezessionssorgen haben Dow Jones und S&P-500-Index die größten prozentualen Verluste an zwei aufeinanderfolgenden Tagen seit mehr als 20 Jahren beschert. Aktueller Anlass sind enttäuschende Aussichten bei Cisco und ernüchtende Zahlen des Einzelhandels. Auch die europäischen Zinssenkungen verpufften.

HB NEW YORK. Ängste vor einer kräftigen weltweiten Rezession wurden von den schlechtesten Einzelhandelszahlen seit Jahren weiter angeheizt. Zudem lasteten enttäuschende Geschäftsprognosen auf dem Markt, darunter vor allem die des Netzwerkausrüsters Cisco. Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of England konnten nicht für Entlastung sorgen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor zu Börsenschluss 4,9 Prozent auf 8695 Punkte. Im Verlauf pendelte er zwischen 8637 und 9155 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 brach fünf Prozent auf 904 Zähler ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 4,3 Prozent auf 1608 Punkte. Ungeachtet des Zinsschrittes der EZB ging der Dax in Frankfurt mit einem Minus von 6,8 Prozent bei 4813 Stellen aus dem Handel.

Die Einzelhandelsbranche bekam die Sorgen der Verbraucher im Oktober voll zu spüren. Ein Kaufhausverband sprach von einer schrecklichen Lage und erklärte, die Umsätze im Oktober seien so schlecht wie seit 35 Jahren nicht mehr. Die Zahlen deuteten zugleich auf das schlechteste Weihnachtsgeschäft seit Jahren hin. Zu den größten Verlierern gehörten die Aktien der Bekleidungskette AnnTaylor, die knapp 27 Prozent in den Keller fielen. Der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart trotzte zwar dem Trend im Einzelhandel und verzeichnete im Oktober einen Umsatz-Anstieg. Seine Aktien fielen aber ebenfalls um 1,2 Prozent. Die Titel von J. C. Penney verloren 1,5 Prozent. Die Aktien der Bekleidungskette GAP tendierten knapp drei Prozent im Minus.

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