Marktbericht: Börse New York
US-Börsen starten späte Kursrally

Gewinne auf ganzer Linie: Hoffnungen auf weitere staatliche Unterstützung zur Bewältigung der Finanzkrise haben an der Wall Street zu kräftigen Kurssprüngen geführt. Auch die milliardenschweren Finanzspritzen mehrerer Zentralbanken sorgten für gute Stimmung auf dem Parkett. Kritische Stimmen blieben jedoch nicht aus.

HB NEW YORK. US-Finanzminister Paulson erwägt Kreisen zufolge die Schaffung einer Behörde zur Abwicklung fauler Kredite. Auch die milliardenschweren Finanzspritzen mehrerer Zentralbanken sorgten für gute Stimmung. Nichtsdestotrotz gab es auch skeptische Stimmen. Besonders Augenmerk legten die Investoren erneut auf den Finanzsektor, wo es Spekulationen über weitere Übernahmen gab. Durchwachsene waren Nachrichten zur US-Konjunktur.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schoss 3,9 Prozent nach oben auf 11 019 Punkte. Dabei bewegte er sich zwischen 10 609 und 11 076 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 4,3 Prozent auf 1206 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte sogar 4,8 Prozent auf 2199 Stellen zu. Der Dax in Frankfurt schloss nahezu unverändert bei 5863 Zählern.

Die Leitindizes in New York lagen nach einer Berg- und Talfahrt vor dem Aufkommen der Spekulationen um Paulson nahezu unverändert. Danach zogen sie kräftig an. Dem Bericht zufolge erwägt die Regierung die Schaffung einer Behörde nach dem Vorbild der Resolution Trust Corporation (RTC). Diese hatte 1989 uneinbringliche Kredite abgewickelt. Das US-Finanzministerium lehnte eine Stellungnahme ab. „Mit einer RTC-ähnlichen Behörde könnte die Abwicklung von Problem-Anlagen gelingen“, sagte Investor Malcolm Polley von Stewart Capital.

Zuvor hatten die wichtigsten Notenbanken weltweit in einer beispiellosen Aktion ihre Kräfte gebündelt, um den Geldmarkt vor einem Kollaps zu bewahren. Insgesamt 180 Mrd. Dollar stellte die US-Notenbank Fed, die Europäischen Zentralbank (EZB), die Bank von England und anderen Notenbanken zur Verfügung. Durch diese Maßnahme sollen der Branche flüssige Mittel zur Verfügung stehen, da sich Banken untereinander immer weniger trauen und gegenseitig Geld leihen. „Ich denke, die Zentralbanken haben erkannt, dass sich das Problem um Liquidität dreht und das gehen sie jetzt an“, sagte Rick Meckler von LibertyView Capital Management.

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