Marktbericht: Börse New York
US-Börsen verschnaufen zum Wochenauftakt

Wo geht die Reise hin? Nach den jüngsten Hochs sind die Anleger an der Wall Street in Wartestellung. Belastet durch die Erholung des Dollars und einen fallenden Ölpreis schlossen S&P und der Dow im Minus. Allein der Nasdaq konnte im Schlepptau von Biotech-Titeln leichte Gewinne einfahren.

rtr NEW YORK. Die US-Börsen haben am Montag uneinheitlich tendiert. Während Dow Jones und S&P 500 Verluste hinnehmen mussten, konnte die Nasdaq im Aufwind von Titeln der Biotech-Branche leichte Gewinne einfahren. Der steigende Dollar drückte die Rohstoffpreise, und der niedrigere Ölpreis lastete seinerseits auf Energieriesen wie Exxon und Chevron. Auch der Baggerhersteller Caterpillar verdarb den Anlegern mit seinem August-Geschäft die Stimmung. Die Börsen schienen zudem eine Verschnaufpause einzulegen, in der die Investoren nach der jüngsten Rally nun die Aussichten für künftige Konzerngewinne genauer unter die Lupe nahmen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 9 818 und einem Tief von 9 725 Zählern. Er ging 0,4 Prozent leichter bei 9 778 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,3 Prozent nach und notierte bei 1 064 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,2 Prozent auf 2138 Zähler zu.

Im Blickpunkt der Wall Street stand der gestärkte Dollar. Der Euro verbilligte sich auf 1,4672 Dollar nach 1,4707 zum New Yorker Freitagsschluss. „Da der Dollar etwas anzieht, stoßen einige Investoren ihre Aktien ab und nehmen die Gewinne mit“, sagte Rick Meckler von LibertyView Capital Management.

Parallel zum Anstieg des Dollar gab der Ölpreis deutlich nach: Ein Fass US-Leichtöl verbilligte sich um 3,6 Prozent auf 69,47 Dollar. Im Sog des Ölpreises gerieten in New York vor allem Energietitel unter Druck: Die Papiere des Ölgiganten Exxon Mobil verloren 0,6 und die Anteilsscheine des Konkurrenten Chevron rund 0,8 Prozent. Der Dienstleister Halliburton büßte 2,5 Prozent ein, während der Raffineriebetreiber Sunoco 2,3 Prozent nachgab.

Caterpillar-Aktien verloren 1,8 Prozent, nachdem der im Dow Jones notierte Konzern im vergangenen Monat weniger Schwermaschinen, Motoren und Turbinen verkauft hatte.

Leicht auf die Stimmung der Börsianer drückten auch die Frühindikatoren, obwohl sie zunehmend bessere Aussichten für die US-Wirtschaft signalisierten. Die Indikatoren stiegen im August auf den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren, wie das Conference Board mitteilte. Das Barometer legte 0,6 Prozent auf 102,5 Punkte zu. Analysten hatten jedoch im Schnitt einen Anstieg um 0,7 Prozent erwartet. „Das ist vielleicht ein bisschen schwächer als erwartet“, sagte Steve Goldman von Weeden & Co. Der Einfluss auf die Börsen halte sich aber in Grenzen.

Positiv aufgenommen wurde die geplante Übernahme des IT-Dienstleisters Perot Systems durch den US-Computergiganten Dell für knapp vier Mrd. Dollar. Analysten werteten den Kauf als Zeichen, dass die Preise für Firmenübernahmen trotz der jüngsten Rally attraktiv bleiben. Die Titel von Perot Systems schossen rund 65 Prozent in die Höhe, Dell-Aktien gaben hingegen gut vier Prozent nach.

Der frisch heraufgestufte Biotechnologie-Konzern Celgene legte mehr als fünf Prozent zu und gab der gesamten Branche Auftrieb.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,2 Mrd. Aktien den Besitzer. 1 010 Werte legten zu, 2003 gaben nach und 113 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,4 Mrd. Aktien 1 243 Titel im Plus, 1 430 im Minus und 132 unverändert.

Die zehnjährigen Staatsanleihen gaben im späten Handel auf 101-06/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 3,48 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren auf 104-13/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,24 Prozent.

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