Marktbericht: Börse New York
US-Börsen zwischen Bulle und Bär

Die Börsen in den USA haben uneinheitlich geschlossen. Schlechte Daten zum Konsumklima belasteten den Handel an der Wall Street. Zusätzlich sorgten sich Anleger über negative Aussagen des Öl-Riesen Chevron. Der Dow Jones Index rutscht ins Minus - der Nasdaq hingegen konnte zulegen.

HB NEW YORK. Am letzten Handelstag der Woche haben die US-Börsen am Freitag uneinheitlich geschlossen. Ein verhaltener Ausblick des Ölmultis Chevron und der andauernde Ölpreisrückgang drückten den Dow Jones ins Minus. Chevron warnte die Anleger, dass ein Einbruch der Margen im Raffineriegeschäft das Geschäft im zweiten Quartal belasten könnte. Für schlechte Stimmung sorgte auch das im Juli überraschend stark eingetrübte Verbrauchervertrauen. Es fiel angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit auf den tiefsten Stand seit März. Den Technologiewerten profitierten dagegen von einer positiven Bewertung der US-Bank Goldman Sachs. Zu den größten Gewinnern zählte die Apple-Aktie.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 8146 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 8093 und 8183 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,4 Prozent auf 879 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq stieg dagegen um 0,2 Prozent auf 1756 Punkte. Für die Gesamtwoche ergibt sich damit ein Minus von 1,6 Prozent beim Dow, von 1,9 Prozent beim S&P und von 2,3 Prozent beim Nasdaq-Index. In Frankfurt schloss der Dax 1,2 Prozent schwächer bei 4576 Punkten.

Der Preis für einen Barrel (159 Liter) Öl fiel 0,9 Prozent auf unter 60 Dollar. Vor allem die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Lage habe den US-Ölpreis auf den niedrigsten Stand seit knapp zwei Monaten fallen lassen, sagten Händler.

Für schlechte Stimmung sorgte das im Juli überraschend stark eingetrübte Verbrauchervertrauen. In den USA hat sich das von der Uni Michigan erhobene Konsumklima im Juli stärker als erwartet eingetrübt. Der entsprechende Index sei von 70,8 Punkten im Vormonat auf 64,6 Zähler zurückgegangen, teilte die Universität Michigan am Freitag mit. Das war der erste Rückgang seit Februar. Im Vormonat war der Indikator auf den höchsten Stand seit Februar geklettert. Volkswirte hatten nun mit einem Rückgang auf 70,5 Punkte gerechnet.

Der Index der Universität Michigan gilt als Stimmungsbarometer für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Der private Konsum wird wegen der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise derzeit besonders stark beachtet. In den vergangenen Jahren war der Konsum die wichtigste Konjunkturstütze der weltweit größten Volkswirtschaft. Die steigende Arbeitslosigkeit scheint den US-Konsumenten auf die Stimmung zu schlagen. Technologiewerte tendierten nach einer Heraufstufung des Soft- und Hardware-Sektors durch die US-Bank Goldman Sachs nahezu unverändert.

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