Marktbericht: Börse New York
Wall Street bleibt im Abwärtstrend

Die US-Börsen haben am Dienstag wegen der anhaltenden Angst vor einer Verschärfung der Wirtschaftskrise ihre Talfahrt fortgesetzt. Unternehmensmeldungen sorgten weiterhin für düstere Stimmung unter den Anlegern.

HB NEW YORK. So belasteten die Sorgen um die Zukunft von General Motors den Markt ebenso wie angekündigte Produktionsdrosselung des Aluminium-Konzerns Alcoa. Zudem verstärkten deutlich langsamer wachsende Importe nach China die Sorgen um die Weltwirtschaft. Der gesunkene Ölpreis unter die Marke von 60 Dollar pro Barrel setzte den Ölkonzernen zu.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss rund zwei Prozent schwächer bei 8693 Punkten. Im Tagesverlauf pendelte er dabei zwischen 8560 und 8867 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 2,2 Prozent auf 898 Zähler. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 2,2 Prozent auf 1580 Punkte ab.

Die zuletzt schon gebeutelten Autowerte blieben weiterhin unter Druck. Die Aktien von General Motors rutschten noch einmal 13 Prozent ab und notierten zeitweise so tief wie seit 65 Jahren nicht mehr. Ford-Papiere gaben 6,7 Prozent nach. Die Anleger sorgten sich darum, ob und wann die Autoindustrie die Geldspritze der Regierung erhält. Die Aktien des Mischkonzerns Tyco gerieten in den Abwärtssog, nachdem das Unternehmen mit seiner Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2008/09 deutlich unter den Markterwartungen blieb. Sie rauschten 14,2 Prozent in den Keller. Der schlechte Ausblick des Unernehmens, das sein Kerngeschäft mit Brandschutz- und Sicherungstechnik in Deutschland unter dem Namen ADT betreibt, enttäuschte die Anleger trotz eines kräftigen Quartalsgewinns. Auch die Anteilsscheine von Google gaben um 2,3 Prozent nach. Goldman Sachs reduzierte sein Preisziel für das Papier und senkte zudem seine Umsatzprognose für das vierte Quartal des Internetriesen.

Die Titel von Alcoa gaben angesichts der Produktionskürzung rund sieben Prozent nach. Die Papiere von Starbucks verbilligten sich um zwei Prozent. Im abgelaufenen Quartal brach der Gewinn de Kaffeehaus-Kette ein, auch seine Prognosen musste der Konzern reduzieren. Daneben belastete der gefallene Ölpreis die Werte von Ölkonzernen. Ein Fass US-Leichtöl kostete am Dienstag 58 Dollar. Chevron-Aktien notierten rund ein Prozent tiefer, die Anteilsscheine von Exxon Mobil gaben um gut 1,8 Prozent nach.

Bei den Finanztiteln gehörten auch die Titel des Kreditkartenanbieters American Express mit einem Minus von 6,6 Prozent zu den Verlierern. Der Konzern verwandelt sich formal in eine normale Bank, um Zugang zu dem 700 Mrd. Dollar schweren Rettungspaket der US-Regierung zu bekommen. Diesen Schritt hat auch die führende Investmentbank Goldman Sachs bereits unternommen. Deren Titel gaben um rund 4,9 Prozent nach, weil immer mehr Branchenexperten davon ausgehen, dass der ehemalige Branchenprimus auf rote Zahlen zusteuert. Unter den Finanzwerten verloren auch die Aktien der Citigroup 3,6 Prozent. Das Institut bietet Hunderttausenden Hypothekennehmern eine Umschuldung an und will damit eine weitere Eskalation der Krise am Häusermarkt vermeiden. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,22 Mrd. Aktien den Besitzer. 592 Werte legten zu, 2491 gaben nach und 77 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Mrd. Aktien 672 im Plus, 2062 im Minus und 105 unverändert.

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