Marktbericht: Börse New York
Wall Street bleibt im Minus

Die US-Börsen haben am Montag tiefer tendiert. Ein Preiseinbruch beim Rohöl von zeitweise mehr als fünf Dollar stützte die Aktienmärkte zum Wochenbeginn zunächst. US-Leichtöl kostete am Montag mitunter weniger als 120 Dollar je Barrel und damit so wenig wie seit Anfang Mai nicht mehr

HB NEW YORK. Allerdings drückte die Sorgen über eine von den USA aus weltweit um sich greifende Konjunkturschwäche so auf die Stimmung der Anleger, dass die Aktienindizes doch im Minus schlossen. Vor allem Finanzkonzerne gerieten unter Druck.

US-Leichtöl kostete in New York 121,16 Dollar je Fass, Brent wurde in London zu 120,54 Dollar gehandelt. Händler begründeten den Abwärtstrend mit Anzeichen für eine gestiegene Förderung der Opec sowie mit einer rückläufigen Nachfrage aus den USA und Europa. Selbst ein Sturm im Golf von Mexiko gab dem Preis keinen Auftrieb, obwohl er die Produktion, Lieferung und Raffinierung von Rohöl beeinträchtigte. Energiekonzerne wie Exxon gerieten unter Druck. Exxon-Papiere lagen 3,9 Prozent im Minus.

Der Dow Jones pendelte im Geschäftsverlauf zwischen einem Hoch von 11 382 und einem Tief von 11 221 Zählern. Er verließ den Handel mit 0,38 Prozent im Minus bei 11 283 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,9 Prozent auf 1248 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq gab um 1,1 Prozent auf 2285 Stellen nach. In Frankfurt schloss der Dax 0,7 Prozent im Minus bei 6349 Punkten.

Vor allem die milliardenschweren Abschreibungen bei Europas größter Bank HSBC und der Bankrott des US-Bauunternehmers WCI Communities von Großinvestor Carl Icahn verdarben den Börsianern die Laune. Mit dem überwiegend in Florida tätigen Bauträger von Luxus-Residenzen ging erneut einem US-Immobilienkonzern die Luft aus. Dies verstärkte die Befürchtungen, dass ein weiter einbrechender Häusermarkt zu neuen Verlusten bei Finanzkonzernen führen könnte.

„Es herrscht das Gefühl vor, dass wir noch immer einen Bärenmarkt haben“, sagte Tim Ghriskey, von Solaris Asset Management. „Das Motto des heutigen Tages lautet: Geht in Deckung!“

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