Marktbericht Börse New York
Wall Street mit schlechtem Start in die Woche

Die Gewinne des vergangenen Freitags sind dahin: Die US-Börsen sind mit deutlichen Verlusten in die Woche gestartet. Vor allem die anhaltenden Sorgen wegen der Finanzkrise drückten auf die Stimmung. Dazu trug auch der Internationale Währungsfonds bei.

HB NEW YORK. Sorgen über die weltweite Konjunktur wirkten sich zudem negativ auf die Papiere großer Technologie- und Industriekonzerne aus. Händler gaben jedoch zu Bedenken, dass die Umsätze zum Ende des Sommers in der Regel dünn ausfielen und damit die Kursschwankungen aufbauschten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 2,1 Prozent auf 11 386 Punkte nach. Im Handelsverlauf bewegte er sich zwischen 11 362 und 11 626 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 1,96 Prozent auf 1 266 Zähler. Der Nasdaq-Composite fiel zwei Prozent auf 2 365 Punkte. Auch die deutschen Anleger scheuten zu Wochenbeginn Engagements.

Die Finanzaktien bestimmten erneut die Stimmung an der Börse, sagten Analysten. „Es ist schwer, Fortschritte zu machen, wenn sie unten sind“, sagte Al Kugel, Chef-Investment-Stratege bei Atlantic Trust in Chicago. Die Aktien der Investmentbank Lehman Brothers gaben 6,7 Prozent nach, nachdem eine südkoreanische Regulierungsbehörde Bedenken zu der Absicht der staatlichen Korea Development Bank (KDB) äußerte, sich eventuell an Lehman zu beteiligen. Ein möglicher Einstieg der KDB hatte die Aktien am Freitag beflügelt. Die Anteilsscheine des weltweit größten Versicherers American International Group (AIG) fielen nach einer Herunterstufung durch Credit Suisse auf den tiefsten Stand seit 13 Jahren.

Zu der düsteren Stimmung am Markt trug auch der Internationale Währungsfonds bei, der Kreisen zufolge seine Prognose für das weltweite Wachstum senken wird. Dies ging aus IWF-Anmerkungen für das G20-Treffen hervor, die Reuters vorliegen. In der Folge fielen die Papiere des weltgrößten Baumaschinenhersteller Caterpillar und die des Computerherstellers Apple um jeweils 2,4 Prozent.

Die zuletzt arg gebeutelten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae and Freddie Mac gehörten am Montag allerdings zu den Gewinnern. Freddie-Mac-Papiere legten 17 Prozent zu, nachdem das Institut problemlos Schuldverschreibungen über insgesamt zwei Milliarden Dollar verkaufte und damit Sorgen dämpfte, nicht mehr ausreichend Geld beschaffen zu können. Die Aktien von Fannie Mae gewannen 3,8 Prozent. Alle achteten auf Fannie und Freddie, sagte Kugel. „Es gibt viel Spekulationen, aber keine Entwicklung.“ In den vergangenen Wochen hatte die Furcht vor einer Verstaatlichung der Institute ihre Aktien auf Talfahrt geschickt.

Von der Konjunkturseite kamen keine Impulse für den Aktienmarkt. Zwar wurden in den USA im Juli bei niedrigeren Preisen wieder mehr Eigenheime verkauft. Allerdings stieg die Zahl an zum Verkauf stehender Eigenheime auf ein Rekordhoch. An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,87 Milliarden Aktien den Besitzer. 710 Werte legten zu, 2424 gaben nach und 82 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,44 Milliarden Aktien 603 im Plus, 2212 im Minus und 131 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 24/32 auf 101-25/32. Sie rentierten mit 3,782 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 40/32 auf 101-25/32 und hatten eine Rendite von 4,391 Prozent.

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