Marktbericht: Börse New York
Wall Street: Nachbörslich kommt Feuer rein

Ohne große Veränderungen, allerdings leicht im Minus schlossen die US-Börsen am Dienstag. Der Dow Jones und S&P 500 fielen, die Technologiebörse Nasdaq bewegte sich seitwärts. Erst nachbörslich kam Leben ins Geschehen. Nach starken Zahlen von Intel legten die Futures auf die großen Indizes deutlich zu.

HB NEW YORK. Es gehe in dieser Berichtssaison nur darum, ob die Unternehmen starke Wachstumszahlen präsentierten, sagte Dave Rovelli von Canaccord Adams. Und Intel lieferte das, was die Anleger wollten. Sowohl der Quartalsgewinn als auch der Umsatz übertrafen die Erwartungen der Anleger bei Weitem. Deren Reaktion lässt sich an stark steigenden US-Futures ablesen, im offiziellen Handel fanden die Intel-Zahlen keinen Niederschlag, da der Chipkonzern erst nach der Schlussglocke berichete.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag daher zum Börsenschluss 0,15 Prozent tiefer bei 9871 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 9815 und 9895 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 fiel um knapp 0,3 Prozent auf 1073 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss nahezu unverändert bei 2139 Punkten. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 1,2 Prozent auf 5714 Stellen aus dem Handel.

Johnson & Johnson (J&J) verbuchte im dritten Quartal einen stärker als erwartet ausgefallenen Umsatzrückgang von 5,3 Prozent auf 15,08 Mrd. Dollar. Die Anteilscheine des Konzerns gaben um 2,4 Prozent nach. Der Nettogewinn sei um 1,1 Prozent auf 3,35 Mrd. Dollar oder 1,20 Dollar je Aktie geklettert, teilte J&J vor US-Börsenbeginn mit.

Zwei Tage vor der Präsentation neuer Zahlen fielen Goldman Sachs um 1,5 Prozent zurück. Die einflussreiche Bankenanalystin Meredith Whitney stufte die Aktien des Instituts herunter, die daraufhin nachgaben.

Gegenüber den anderen Indizes sorgte an der Nasdaq Cisco für bessere Stimmung. Der weltgrößte Netzwerkausrüster will Starent Networks, einen Hersteller von kabellosen Netzen, für 2,9 Mrd. Dollar oder 35 Dollar je Aktie übernehmen. Cisco-Papiere schlossen 0,45 Prozent höher, die Anteilsscheine von Starent legten knapp 17 Prozent zu.

Ins Minus tendierten dagegen Werte für Unternehmen der Gesundheitsbranche, nachdem das große Reformvorhaben von Präsident Barack Obama im Senat eine wichtige Hürde genommen hatte. Der Morgan Stanley Healthcare Payor Index gab um 2,3 Prozent nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,14 Mrd. Aktien den Besitzer. 1289 Werte legten zu, 1706 gaben nach und 115 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,03 Mrd. Aktien 1192 im Plus, 1463 im Minus und 136 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 15/32 auf 102-13/32. Sie rentierten mit 3,33 Prozent. Die 30-jährigen Staatsanleihen gewannen 31/32 auf 105-13/32 und hatten eine Rendite von 4,18 Prozent.

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