Marktbericht: Börse New York
Wall Street rettet sich ins Plus

Die Kurse an den New Yorker Börsen haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Zunächst hatte ein erneuter Anstieg der Ölpreises und Sorgen über die US-Finanzbranche für Verluste gesorgt. Andererseits stützte der Ölpreis die Titel von Energiekonzernen. Verlierer des Tages waren vor allem Banktitel.

HB NEW YORK. Nach einem negativen Handelsstart beendeten der Dow-Jones Index der Standartwerte und der breiter gefasste S&P-500 den Tag mit leichten Gewinnen. Lediglich der Technologie-Index Nasdaq schloss im Minus. Der Dow-Jones-Index schloss 0,1 Prozent fester auf 11 430 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 11 315 und 11 476 Stellen. Der S&P-500 beendete den Handel 0,3 Prozent fester bei 1277 Zählern. Der Technologie-Index Nasdaq fiel dagegen 0,4 Prozent auf 2380 Punkte. In Frankfurt ging der Dax 1,3 Prozent niedriger bei 6237 Punkten aus dem Handel.

Die Titel des Hypothekengiganten Fannie Mae schlossen nach heftigen Verlusten vom Vortag über zehn Prozent im Plus. Freddie Mac-Aktien dagegen verloren 2,8 Prozent. Die Hoffnung, dass US-Notenbankchef Ben Bernanke am Freitag bei einer Rede Unterstützung für die Unternehmen in Aussicht stellen könnte, bremste den Abwärtstrend nach Einschätzung von Analysten und gab zumindest Fannie Mae kräftig Auftrieb. "Ich vermute, er wird etwas positives über sie (die Hypothekenfinanzierer) sagen", sagte Todd Leone von Cowen & Co. in New York. Fannie und Freddie seien der Schlüssel zum Markt. "Wenn sie drehen, wird sich auch der Markt drehen."

Bei den Unternehmen war seit Tagen ein Teufelskreis zu beobachten: Fallende Aktienkurse machten die Kapitalbeschaffung und damit ihr Überleben schwieriger. Deshalb sehen viele Experten eine faktische Verstaatlichung als einzigen Ausweg, bei dem Aktionäre aber wohl schlecht wegkommen würden.

Unter dem kräftigen Ölpreisanstieg auf über 121 Dollar pro Fass litten erneut Aktien von Fluggesellschaften. Dagegen profitierten die Titel aus der Erdöl-Branche. Exxon-Mobile-Aktien legten knapp zwei Prozent zu, die Papiere von Chevron 2,4 Prozent.

Burger-King-Aktien schlossen am Donnerstag über sieben Prozent schwächer. Zwar legte die Hamburger-Kette besser als erwartete Quartalszahlen vor, allerdings ging die Gewinnmarge zurück. Für Unruhe unter den Investoren sorgten Finanzinstitute wie Lehman Brothers und Goldman Sachs, die sich gegenseitig herabstuften. Die Aktien von Lehman verbuchte im Tagesverlauf Verluste, nachdem auch die Citigroup neue Milliardenabschreibungen bei der Investmentbank prognostizierte. Einem Zeitungsbericht zufolge scheiterte Lehman zudem auch in China mit einem Versuch, sich frisches Kapital zu beschaffen. Zuvor schon hatten Medien berichtet, ein solcher Versuch sei in Südkorea fehlgeschlagen. Lehman-Aktien schlossen jedoch nahezu unverändert. Citigroup notierte 0,1 Prozent leichter, JPMorgan ganze zwei Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,91 Mrd. Aktien den Besitzer. 1363 Werte legten zu, 1752 gaben nach und 88 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,55 Mrd. Aktien 1041 im Plus, 1715 im Minus und 144 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 8/32 auf 101-11/32. Sie rentierten mit 3,837 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 12/32 auf 100-16/32 und hatten eine Rendite von 4,468 Prozent.

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