Marktbericht: Börse New York
Wall Street schließt im Minus

Die US-Börsen haben auch zum Wochenausklang eine Achterbahnfahrt hingelegt und am Ende schwächer geschlossen. Die Sorgen um eine Rezession der US-Wirtschaft nach Bekanntgabe von schwachen Konjunkturdaten wechselten sich bei den Anlegern mit der Jagd nach Schnäppchen ab.

HB NEW YORK. Die Volatilität habe sich durch den Verfallstermin für Optionsgeschäfte noch verschlimmert, sagten Händler an der Wall Street. Überraschend gute Zahlen von Google und IBM sowie Aussagen des Großinvestors Warren Buffett hatten die Börsen zeitweise deutlich ins Plus gehievt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 1,4 Prozent im Minus bei 8 851 Punkten. Im Verlauf war er zwischen 8 718 und 9 281 Zählern gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,6 Prozent auf 940 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um rund 0,4 Prozent auf 1 711 Punkte. Auf Wochensicht stieg der Dow damit noch um 4,75 Prozent, was die beste Wochenbilanz seit fünfeinhalb Jahren bedeutete. Der S&P legte auf Wochensicht 4,6 und die Nasdaq 4,1 Prozent zu. In Frankfurt schloss der Dax am Freitag 3,4 Prozent im Plus bei 4 781 Punkten. Der Dow notierte zu dem Zeitpunkt 0,5 Prozent im Minus.

Nach Angaben des Handelsministeriums verschärfte sich die Krise am US-Wohnungsmarkt im September weiter: Die Zahl der Wohnbaubeginne fiel auf den niedrigsten Stand seit 1991, die Baugenehmigungen sanken sogar auf den schwächsten Wert seit 1981. Zudem brach der Index für das Konsumentenvertrauen im Oktober so stark ein wie noch nie. Das Barometer von Reuters und der Universität Michigan sank nach vorläufigen Berechnungen von 70,3 auf 57,5 Punkte. Das ist der niedrigste Wert seit Juni. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 65,5 Punkte gerechnet. Bankentitel wie Citigroup mit einem Abschlag von 6,4 Prozent gehörten ebenso zu den Verlierern wie Papiere von konsumabhängigen Firmen wie Wal-Mart, die 1,6 Prozent abgaben.

Die Aussagen von Buffett sorgten an der Wall Street nur zeitweise für Beruhigung. "Meine Kaufstrategie wird von einer einfachen Regel bestimmt: Sei ängstlich, wenn die anderen gierig sind, sei gierig, wenn die anderen ängstlich sind", schrieb der Milliardär in einem Gastbeitrag für die "New York Times".

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