Marktbericht: Börse New York
Wall Street schließt kaum verändert

Die US-Börsen haben am Mittwoch kaum verändert geschlossen. Schnäppchenjäger und ein neuer Hilfs-Plan der Regierung Obama für Mio. US-Hausbesitzer haben die US-Börsen gestützt. Nach dem Ausverkauf am Vortag waren vor allem Aktien großer Technologie-Firmen wie Google, Microsoft und IBM gefragt.

HB NEW YORK. Bei allen drei großen Indizes ging es im Tagesverlauf in engen Spannen auf und ab. Gestützt wurde der Markt von Schnäppchenjägern und einem neuen Hilfsplan der Regierung Obama für Millionen US-Hausbesitzer. Die Krise am Immobilienmarkt setzte sich indes fort: Die Zahl der Wohnbaubeginne und-genehmigungen sank auf ein Rekordtief.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,04 Prozent fester mit 7555 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,1 Prozent auf 788 Zähler nach, der Index der Technologiebörse Nasdaq

fiel um 0,18 Prozent auf 1467 Stellen. Am Dienstag hatten Ängste vor einer Verschärfung der Wirtschaftsprobleme die Indizes um jeweils etwa vier Prozent ins Minus gedrückt. In Frankfurt beendete der Dax den Handel 0,3 Prozent tiefer bei 4205 Punkten. Präsident Barack Obama will mit milliardenschweren Hilfen Hausbesitzern mit Problemen bei der Hypotheken-Rückzahlung helfen. Mit 75 Mrd. Dollar soll neun Mio. Familien eine Zwangsversteigerung erspart bleiben. Zudem sollen die Hypotheken-Finanzierer Fannie Mae und Freddie Mac gestärkt werden. Insgesamt hat der Plan ein Volumen von 275 Mrd. Dollar.

Zu den Gewinnern gehörten die Papiere des Conti-Rivalen Goodyear, die sechs Prozent stiegen, obwohl der größte US-Reifenhersteller im vierten Quartal tiefer als erwartet in die roten Zahlen gerutscht ist. Der Konzern plant nun umfangreiche Kostensenkungen und will weltweit 5000 Stellen streichen, was sieben Prozent der Belegschaft entspricht. Nach dem Ausverkauf am Vortag waren zudem Papiere großer Technologie-Firmen wie Google, Microsoft und IBM gefragt.

Aktien von General Motors verloren weitere 5,5 Prozent auf 2,06 Dollar. Der angeschlagene Autobauer hatte am Dienstag nach Börsenschluss ein Sanierungsprogramm vorgelegt, das auch den Abbau von weltweit 47 000 Arbeitsplätzen vorsieht. Dabei erwägt GM erstmals auch eine teilweise Trennung von seiner deutschen Tochter Opel mit hierzulande 25 000 Beschäftigten. Die Papiere von Deere & Co gaben 3,8 Prozent nach. Der weltgrößte Hersteller von Landwirtschaftsmaschinen verbuchte im abgelaufenen Quartal einen stärkeren Gewinnrückgang als erwartet und senkte seine Prognose für das Gesamtjahr.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,43 Mrd. Aktien den Besitzer. 883 Werte legten zu, 2195 gaben nach und 83 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,08 Mrd. Aktien 952 im Plus, 1711 im Minus und 162 unverändert. An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen um 20/32 auf 99-27/32 Zähler nach. Sie rentierten mit 2,766 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 52/32 auf 99-24/32 und hatten eine Rendite von 3,566 Prozent.

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