Marktbericht: Börse New York
Wall Street schöpft Hoffnung

Die Hoffnung auf eine baldige Erholung der US-Wirtschaft hat den Aktien an der Wall Street am Donnerstag Auftrieb gegeben. Erstmals seit Jahresanfang war die Zahl derer zurückgegangen, die zum wiederholten Mal in den USA Arbeitslosenhilfe beantragen - und zwar so stark wie seit November 2001 nicht mehr. Gefragt waren vor allem defensive Werte.

HB NEW YORK. Die Hoffnung auf eine baldige Erholung der US-Wirtschaft hat den Aktien an der Wall Street am Donnerstag Auftrieb gegeben. Erstmals seit Jahresanfang war die Zahl derer zurückgegangen, die zum wiederholten Mal in den USA Arbeitslosenhilfe beantragen - und zwar so stark wie seit November 2001 nicht mehr. Zudem sorgte der Index der Notenbank von Philadelphia für Rückenwind: Zwar notierte der regionale Konjunkturindex mit minus 2,2 Punkten nach wie vor im negativen Terrain, "aber trotzdem fiel er viel besser aus als erwartet wurde", erklärte Portfolio-Manager Kurt Brunner von Swarthmore Group. "Die guten Nachrichten werden besser und die schlechten Nachrichten werden seltener, das ist eine gute Ausgangsbasis für Kursgewinne", zog Fondsmanager Burt White von LPL Financial Fazit.

Der Dow-Jones-Index notierte zu Handelsschluss 0,7 Prozent höher bei 8555 Punkten, nachdem er im Laufe des Tages zwischen 8475 und 8590 Zählern geschwankt hatte. Der S&P-500 stieg um 0,8 Prozent auf 918 Stellen. Auch in Frankfurt zogen die Kurse an: Der Dax schloss 0,8 Prozent höher bei 4837 Punkten. Die Technologiewerte im Nasdaq-Composite hinkten den anderen Indizes allerdings hinterher, er ging kaum verändert mit 1808 Zählern aus der Sitzung.

Die größten Gewinner unter den Dow-Werten waren Finanztitel, die am Vortag noch stark unter Druck gestanden hatten. Bank of America verbuchten ein Plus von 4,9 Prozent, JPMorgan Chase zogen um 4,4 Prozent an. Discover Financial Services kletterten um vier Prozent, nachdem der Kreditkartenanbieter mit Quartalszahlen positiv überraschte. American Express stiegen um 0,6 Prozent.

Doch auch die Aktien jener Unternehmen, die weniger stark von der Entwicklung der Wirtschaft abhängen, waren gefragt. Merck stiegen um 3,6 Prozent, und Kraft Foods standen mit einem Plus von 3,9 Prozent auf der Gewinnerseite.

In der US-Autobranche sorgte eine Analystenstudie für steigende Kurse. Mehrere Auto-Aktien profitierten davon, dass Goldman Sachs die Titel der Branche als "attraktiv" einstufte. Die Aktie des Zulieferers Arvinmeritor schoss zeitweise sogar um 13 Prozent nach oben, weil Goldman Sachs das Papier zum Kauf empfahl. Ford zog jedoch nicht mit; die Aktien fielen um 0,5 Prozent. Auch Caterpillar schlossen im Minus: Nachdem der Baumaschinenhersteller für die vergangenen drei Monate einen deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen gemeldet hatte, rutschte die Aktie um 2,1 Prozent ab. Der Blackberry-Hersteller Research in Motion legte nach Börsenschluss Geschäftszahlen vor, zuvor ging die Aktie 0,9 Prozent niedriger aus dem Handel.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,09 Mrd. Aktien den Besitzer. 1741 Werte legten zu, 1263 gaben nach und 105 blieben unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 1-2/32. Sie rentierten mit 3,83 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken um 1-10/32 und hatten eine Rendite von 4,61 Prozent.

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