Marktbericht: Börse New York
Wall Street verdaut den Lehman-Schock

Der unerwartet hohe Verlust der angeschlagenen US-Investmentbank Lehman ist an der Wall Street weniger negativ aufgenommen worden als befürchtet: Die US-Börsen schlossen am Mittwoch im Plus. Der steigende Ölpreis und positive Ausblicke mehrerer Großkonzerne federten die schlechten Zahlen von Lehman zusätzlich ab. Auch vom Chip-Hersteller Texas Instruments kamen positive Nachrichten.

HB NEW YORK. Ein positiver Ausblick des Chip-Herstellers Texas Instruments half die Sorgen über die Lage der Finanzbranche abzumildern. Zudem gingen einige Anleger auf Schnäppchenjagd, nachdem der S&P-500-Index am Vortag den größten Verlust seit Jahresbeginn verbucht hatte. Zu den Gewinnern zählten auch besonders Energiewerte, da die Opec eine Verringerung der Ölfördermenge angekündigt hatte, um den Ölpreis zu stützen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent höher bei 11 268 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 11 215 und 11 380 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,6 Prozent auf 1232 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,9 Prozent auf 2228 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit 6210 Punkten 0,37 Prozent niedriger aus dem Handel.

Die Anteilsscheine von Lehman schlossen 6,9 Prozent im Minus, nachdem sie nach Börseneröffnung zunächst um 18 Prozent zugelegt hatten. Für das dritte Quartal gab die viertgrößte US-Investmentbank einen vorläufigen Verlust von 3,9 Mrd. Dollar bekannt. Der geplante Verkauf der Investmentsparte sowie die Veräußerung von Immobilien in Großbritannien im Wert von vier Mrd. Dollar wurde von einigen Börsianern positiv bewertet.

Sorgen bereitete jedoch die größte US-Sparkasse Washington Mutual. Händler spekulierten, die wegen der Hypothekenkrise gebeutelte Bank könnte pleitegehen. Die Aktien von Washington Mutual fielen um 29,7 Prozent.

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