Marktbericht: Börse New York
Wall-Street-Woche endet uneinheitlich

Die US-Börsen haben zum Wochenausklang uneinheitlich geschlossen. Für positive Stimmung sorgten vor allem der stärkere Dollar, der erneute Rückgang beim Ölpreis und positive Konjunkturdaten. Händler versprachen sich vor allem vom Fall des Öls mehr Luft für die Bürger bei Konsumausgaben und Entlastungen für Unternehmen. Daher profitierten vor allem Fluggesellschaften, Industriekonzerne und Einzelhändler.

HB NEW YORK. Energie-Titel indes gerieten dadurch unter Druck. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg zum Wochenschluss um 0,38 Prozent auf 11.659 Punkte. Im Verlauf pendelte er zwischen 11.599 und 11.709 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,41 Prozent auf 1298 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq verlor hingegen 0,05 Prozent auf Stellen. In Frankfurt schloss der Dax nahezu unverändert 0,1 Prozent höher bei 6446 Zählern.

Im Wochenverlauf verlor der Dow 0,6 Prozent, der S&P gewann 0,1 Prozent und der Nasdaq stieg um 1,6 Prozent. Der Dollar erreichte zur europäischen Gemeinschaftswährung am Freitag seinen höchsten Stand seit sechs Monaten: Ein Euro kostete zeitweise weniger als 1,47 Dollar. Marktteilnehmer äußerten die Hoffnung, dass dies weltweit zu sinkenden Verbraucherpreisen, einem Anziehen des Konsums und einem Nachlassen der Inflationsgefahr beitragen werde. Die Dollar-Stärke ließ auch den Ölpreis weiter nach unten rutschen. Das Fass (159 Liter) US-Leichtöl notierte zeitweise rund drei Dollar billiger bei knapp 112 Dollar. Von dem niedrigeren Ölpreis profitierten vor allem verbraucherorientierte Firmen. Die Aktie des weltgrößten Konsumgüter-Konzerns Procter&Gamble legte 2,7 Prozent zu. Papiere des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart verteuerten sich um knapp 2,2 Prozent. Die Aktie von Kohl's legte 7,3 Prozent zu, nachdem das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr nach oben schraubte. Ob des fallenden Ölpreises unter Druck gerieten hingegen Energiekonzerne wie Exxon. Die Papiere des Unternehmens verbilligten sich um etwa 0,5 Prozent.

Auch positive Unternehmensnachrichten trieben die Kurse nach oben. Der Milliardär Warren Buffett kaufte 3,2 Millionen Aktien des texanischen Energieerzeugers NRG Energy, dessen Titel daraufhin 5,5 Prozent zulegten. Die Agentur Standard & Poor's erklärte, das Rating für die beiden US-Anleiheversicherer MBIA und Ambac Financial Group vorerst nicht herunterzustufen. MBIA-Papiere gewannen daraufhin 8,7 Prozent, Ambac-Aktien schossen um 24,6 Prozent empor. Zur positiven Stimmung trug auch eine überraschend gute Entwicklung der Industrie bei. Sie wuchs im August im US-Bundesstaat New York entgegen den Analystenerwartungen. Leicht aufgehellt hat sich angesichts niedrigerer Spritpreise auch das Vertrauen der US-Bürger in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes. Grund zur Entwarnung ist das aber nicht. Denn die gegenwärtige Lage schätzen die Verbraucher pessimistischer ein als im Vormonat; der Indexwert fiel auf 69,3 Punkte und damit den zweittiefsten Stand seit 1980.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,17 Milliarden Aktien den Besitzer. 1639 Werte legten zu, 1455 gaben nach und 110 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,79 Milliarden Aktien 1347 im Plus, 1463 im Minus und 150 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 13/32 auf 101-08/32. Sie rentierten mit 3,848 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 31/32 auf 100-15/32 und hatten eine Rendite von 4,471 Prozent.

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