Marktbericht: Börse New York
Wall Street zurück im Minus

Nach Gewinnen an zwei Handelstagen in Folge sind die US-Aktienmärkte am Dienstag wieder mit Abschlägen aus dem Handel gegangen. Händler erklärten das Minus nach dem kräftigen Kursanstieg vom Montag mit Gewinnmitnahmen und Risikoscheu. Auf dem Markt lastete zudem die Gewinnwarnung von FedEx.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte sank um 2,7 Prozent auf 8691 Punkte. Im Tagesverlauf pendelte er dabei zwischen 8651 und 8934 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab um 2,3 Prozent auf 888 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor rund 1,6 Prozent auf 1547 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax 1,34 Prozent im Plus bei 4779 Zählern. Zu dem Zeitpunkt lag der Dow 1,3 Prozent im Minus.

„In den vergangenen Tagen hat der Markt auf breiter Basis zugelegt und das trotz einiger wirklich schlimmer Wirtschaftsnachrichten und weiterer Gewinnwarnungen von einer Reihe von Unternehmen“, sagte Michael Sheldon von RDM Financial. „Da ist es nur normal, wenn man am Markt eine kleine Pause oder ein Zögern und Gewinnmitnahmen beobachtet.“ Der Deutsche-Post-Konkurrent FedEx strich angesichts der konjunkturellen Talfahrt in den USA seine Gewinnziele zusammen. Die Aktien des Paketdienstes gaben über 14 Prozent nach.

Der Nasdaq stieg zunächst, obwohl die branchengrößten Chiphersteller Texas Instruments(TI), National Semiconductor, Broadcom und Altera ihre Umsatzprognosen zurücknahmen. Die Zahlen seien unter den Händlern aber keine Überraschung gewesen, sagte Tim Ghriskey von Solaris Asset Management. Die Anteilsscheine von TI legten am Ende um rund fünf Prozent, die des Rivalen National Semiconductor sogar um 13 Prozent. Auch die Aktien des Börsenschwergewichts Intel gewannen 2,5 Prozent. Im Verlauf drückten aber Verluste bei den Aktien von Konzernen der Biotechnologiebranche den Index in die roten Zahlen. Auch die Titel von Merck verloren 2,6 Prozent. Der US-Pharmariese will angesichts schwächerer Nachfrage nach seinen Schlüsselprodukten künftig verstärkt auf Biotech-Pärparate und Nachahmer-Produkte, sogenannte Generika, setzen. Zudem solle die Präsenz auf den Märkten in Schwellenländern ausgebaut werden.

Die Anleger honorierten aber massive Einsparungen bei Sony, dessen Aktien in New York um 2,3 Prozent kletterten. Der japanische Elektronikkonzern will wegen des Nachfragerückgangs infolge der Finanzkrise 16 000 Stellen streichen. Im Blickpunkt standen erneut auch die Autowerte. Nach Angaben des demokratischen Mehrheitsführers im Senat war eine Einigung noch am Dienstag zwar unwahrscheinlich, die Gespräche über die Hilfen für die angeschlagenen Hersteller machten demnach aber weiter Fortschritte. General Motors-Papiere gaben 4,7 Prozent ab, die von Ford 4,4 Prozent. Beide Papiere hatten am Vortag massiv an Wert gewonnen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,44 Mrd. Aktien den Besitzer. 988 Werte legten zu, 2134 gaben nach und 82 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,29 Mrd. Aktien 918 im Plus, 1849 im Minus und 119 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 19/32 auf 101,9/32. Sie rentierten mit 1,600 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 31/32 auf 109,21/32 und hatten eine Rendite von 2,638 Prozent.

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