Marktbericht: Börse Shanghai
Chinas Börsen stürzen ab

Die Aktienmärkte in China haben am Montag mit Verlusten geschlossen. In Shanghai stürzten die Kurse wegen Wachstumssorgen auf den tiefsten Stand seit 20 Monaten. Die Börsen in Hongkong konnten sich dem Negativtrend nicht entziehen und schlossen ebenfalls leichter. Nicht einmal ein überaus erfolgreiches Börsendebüt konnte die Talfahrt bremsen.

HB HONGKONG. Die Börse in Shanghai verlor 5,3 Prozent auf 2319 Punkte. Belastend wirkte unter anderem die Ankündigung der chinesischen Führung vom Freitag, die Exportsteuern auf Koks anzuheben. Daraufhin verlor der größte Koks-Produzent Shenhua Energy 5,2 Prozent. Einen glänzenden Börsenstart legte dagegen China South Locomotive hin, die am ersten Handelstag 58 Prozent zulegten.

In Hongkong fielen die Verluste geringer aus als in Shanghai. Der Hang-Seng-Index fiel um 1,1 Prozent auf 20 930 Punkte. Der H-Index der Aktien vom chinesischen Festland gab um 1,8 Prozent auf 10 966 Zähler nach. Zum größten Verlierer zählte der Handyhersteller Foxconn International. Seine Papiere brachen nach einer Gewinnwarnung um 24 Prozent ein.

Dagegen hat Chinas größter Bahnhersteller China South Locomotive & Rolling Stock ein erfolgreiches Börsendebüt in Shanghai hingelegt. Die Aktien kletterten an ihrem ersten Handelstag auf 3,47 Yuan und damit 58,26 Prozent über ihren Ausgabepreis von 2,18 Yuan.

Mit einem weiteren Börsengang in Hongkong am Donnerstag nimmt das in Peking ansässige Unternehmen umgerechnet rund eine Milliarde Euro ein. China South Locomotive ist der drittgrößte Börsengang in diesem Jahr in Asien. Nach Daten von Thomson Reuters liegt der Bahnkonzern China Railway Construction an erster und der indische Energieversorger Reliance Power an zweiter Stelle.

An der Shanghai Stock Exchange platzierte das staatlich geleitete Unternehmen drei Mrd. Aktien. An die Hongkonger Börse sollen 1,6 Mrd. Aktien gebracht werden. Der im Bereich Bahnbau und Bahntechnik tätige Konzern will mit dem eingenommenen Kapital unter anderem seine Technologie modernisieren, die Kapazitäten ausbauen, Fabriken bauen und Übernahmen tätigen. Analysten erwarten angesichts der guten Auftragslage mittelfristig massive Gewinnsteigerungen bei dem Konzern. Die chinesische Regierung fördert den Ausbau der Infrastruktur des Landes massiv. Der aktuelle Fünf-Jahres-Plan, der bis 2010 gilt, sieht Investitionen von 120 Mrd. Euro für den Bereich Schienen vor.

Die auf den Bau von Bahnstrecken spezialisierte China Railway Construction hatte im März umgerechnet insgesamt 3,5 Mrd. Euro eingenommen.

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