Marktbericht: Börse Tokio
Asien-Börsen legen kräftig zu

Hoffnungen auf weitere Konjunkturhilfen in China haben am Donnerstag die Kurse in Fernost überwiegend nach oben getrieben. Die Börse in Tokio schloss erstmals seit Ende Januar den zweiten Tag in Folge fester. Vor allem Maschinenbauwerte wie Komatsu zogen an. Auch Exportwerte zogen angesichts eines nachgebenden Yen an.

HB HONGKONG. Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao hatte zum Auftakt der Plenarsitzung des Volkskongresses erklärt, China werde sein Wachstumsziel von acht Prozent in diesem Jahr erreichen. "Die Erwartungen werden sich vielleicht nicht alle erfüllen, aber im Moment ist das der einzig positive Faktor", sagte ein Händler. Allerdings warnten andere Händler vor zu großen Erwartungen: Auch wenn die Signale aus China hoffnungsvoll stimmten, seien die Aussichten noch vage. Viel hänge von der Entwicklung in den USA ab, wo noch viele schlechte Faktoren die Lage eintrübten, sagte ein Analyst.

In Japan schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index knapp zwei Prozent höher bei 7 433 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 1,3 Prozent auf 741 Punkte. Auch die Börsen in Taiwan legte gut zwei Prozent zu. Die Märkte in Hongkong, Shanghai und Südkorea notierten dagegen schwächer.

Zu den Gewinnern in Tokio zählte der Maschinenbauer Komatsu. Die Aktie beendete den Handel 3,8 Prozent höher bei 1075 Yen, Hitachi Construction verteuerten sich um 2,7 Prozent auf 1246 Yen. Auch Exporttitel wie Honda und Panasonic Corp legten zu. Die Aktie von Honda notierte 2,5 Prozent höher bei 2260 Yen. Das Panasonic-Papier stieg um 1,5 Prozent auf 1118 Yen. Toyota schloss unverändert bei 2985 Yen.

Ein Anstieg der Ölpreise und Hoffnungen auf ein Anziehen der Wirtschaft in China hatten auch die US-Börsen am Mittwoch beflügelt. Der Dow-Jones-Index schloss 2,2 Prozent höher bei 6875 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 2,4 Prozent auf 712 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 2,5 Prozent höher bei 1353 Punkten.

In Erwartung der angekündigten Zinssenkung der EZB gab der Euro am Donnerstag im fernöstlichen Devisenhandel nach. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte mit 1,2590 Dollar nach 1,2657 Dollar im späten New Yorker Handel. Zur japanischen Währung fiel der Euro auf 125,03 Yen. Es wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am Nachmittag den Leitzins um 50 Basispunkte auf einen historischen Tiefstand von 1,5 Prozent senkt. Der Dollar legte auch gegenüber dem Yen zu und kostete 99,33 Yen.

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