Marktbericht: Börse Tokio
Buffett hilft Japans Börse

Die asiatischen Börsen haben sich am Mittwoch uneinheitlich präsentiert. Haupttreiber für die Märkte war die Finanzbranche. Obwohl anhaltende Sorgen um das US-Rettungspaket die Kursentwicklung in einigen Märkten belasteten, legten Finanzwerte in Tokio nach Berichten über geplante Investitionen japanischer Banken bei US-Konkurrenten zu.

HB TOKIO. Händler gingen davon aus, dass dies dem heimischen Sektor helfen könnte. Zudem beflügelte der Einstieg des US-Multimilliardärs Warren Buffett bei Goldman Sachs die Bankwerte in Fernost.

In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in Tokio 0,2 Prozent höher bei 12 115 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,1 Prozent auf 1 167 Punkte. Die Börsen in Taiwan, und Shanghai gaben nach. Die Märkte in Südkorea und Hongkong verbuchten dagegen Gewinne.

Zwar laste weiterhin die Unsicherheit wegen des US-Rettungspakets auf dem Markt, sagte Takahiko Murai von Nozomi Securities. Nomuras Kauf der Lehman-Sparten sowie Warren Buffetts Entscheidung, in Goldman Sachs zu investieren, stützten jedoch die Kurse. "Alle folgen einfach nur Gott, Warren Buffet zeigt den Weg", sagte Francis Lun von Fulbright Securities in Hongkong. Die Sorgen um eine Verzögerung des US-Rettungspaketes für die Finanzbranche hatten am Dienstag die US-Börsen belastet. Der Dow-Jones-Index hatte 1,5 Prozent verloren, der S&P 500 1,6 Prozent und die Technologiebörse Nasdaq 1,2 Prozent.

Ein Bericht über ein geplantes Investment der Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG) bei Goldman Sachs trieb die Papiere der japanischen Bank um mehr als ein Prozent in die Höhe. SMFG erklärte jedoch, derzeit keine Investitionen bei Goldman zu planen. Die Aktien von Mitsubishi UFJ Financial stiegen um mehr als vier Prozent, nachdem die größte japanische Bank ankündigte, sich an dem US-Institut Morgan Stanley beteiligen zu wollen. Nomura-Titel legten mehr als fünf Prozent zu. Sie profitierten von den Expansionsplänen des größten Brokerhauses Japans: Das Institut will nach dem Asiengeschäft auf das Europageschäft der zusammengebrochenen US-Investmentbank Lehman Brothers kaufen.

Exportwerte wurden von einem stärkeren Yen in die Tiefe gezogen. So fielen etwa die Papiere von Canon um drei Prozent, die Aktien von Honda Motor gaben zwei Prozent nach. Der Dollar kostete in Fernost 105,90 Yen. Der Euro legte auf 1,4680 Dollar zu.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%