Marktbericht: Börse Tokio
Nikkei: Die Angst vor einer großen Rezession wächst

Die Börsen in Asien haben am Donnerstag Verluste hinnehmen müssen. Gute Nachrichten aus den USA zum Milliarden-Rettungspaket für die Finanzbranche konnten den Anlegern in Fernost nicht die Furcht vor einer weltweiten Rezession nehmen.

HB TOKIO/HONGKONG. Mit der Annahme des Pakets durch den Senat war auf dem Parkett bereits gerechnet worden, so dass nun eher der Absatzrückgang auf dem US-Automarkt den Anlegern die Laune verdarb. Unter Druck gerieten neben Automobilwerten vor allem Titel aus der Maschinenindustrie wie Komatsu. In Tokio schloss der Nikkei so niedrig wie seit drei Jahren nicht mehr.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,9 Prozent im Minus bei 11 154 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gab bis Handelsschluss knapp 2,2 Prozent auf 1 076 Punkte nach. Die Börsen in Korea, Taiwan, Singapur und Hongkong verloren jeweils mehr als ein Prozent, während der Aktienmarkt in Shanghai 0,16 Prozent leichter tendierte.

"Die Welt hat sich komplett verändert", sagte Masamichi Adachi von JPMorgan Securities. Alles was die USA nun täten, solle einfach nur einen weltweiten Zusammenbruch verhindern. "Das kann eine kurze Marktrally auslösen, aber es bietet keine grundsätzliche Lösung."

Der Markt habe bereits weitgehend einkalkuliert, dass der Senat das Gesetz für die 700-Milliarden-Rettung der Finanzbranche annimmt, sagte Koichi Ogawa von Daiwa SB Investments. "Nun scheint es erst einmal keine marktbewegenden Nachrichten mehr zu geben." Unter Druck gerieten vor allem Werte, die vom Wohl der Weltwirtschaft abhängen. "Schließlich ist der Markt in einem Zustand der Panik."

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