Marktbericht: Börse Tokio
Nikkei fällt zurück

An der japanischen Börse sind die Kurse gefallen. Die Aussicht auf weitere schlechte Konjunkturdaten aus den USA hat die Anleger verunsichert. Noch deutlicher als in Japan fielen die Kurse in Korea. Andernorts in Asien dagegen kletterten die Indizes.

HB TOKIO/HONGKONG. Die Börsen in Asien haben sich am Freitag uneinheitlich präsentiert. Mit banger Erwartung blickten die Anleger wieder einmal in die USA, wo im Tagesverlauf neue Hiobsbotschaften vom Arbeitsmarkt erwartet wurden. Diese trübe Aussicht und die Gewinnwarnung des Einzelhandelsriesen Wal-Mart schürten erneut Sorgen über den Zustand der weltgrößten Volkswirtschaft. Unter Druck gerieten in Tokio deshalb vor allem Exportwerte wie der Kamerahersteller Canon. Ein Lichtblick war dagegen die Energiebranche, die vom steigenden Rohölpreis profitierte.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 0,5 Prozent im Minus bei 8 836 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,7 Prozent auf 855 Punkte. Die Börse in Taiwan büßte 0,8 Prozent ein, der Aktienmarkt in Korea fiel sogar um mehr als zwei Prozent. Die Börsen in Hongkong, Shanghai und Singapur verbuchten dagegen Gewinne. Der Markt sei zwar schon auf schlechte Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt vorbereitet, sagte Linus Yip von First Shanghai Securities. „Aber die entscheidende Frage ist, wie die Wall Street darauf reagieren wird.“ Wenn der sich Dow Jones über 8 300 Punkten halten könne, wäre allen damit geholfen.

Am Vortag hatte der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,3 Prozent auf 8742 Punkte nachgegeben. Der S&P-500 stieg dagegen 0,3 Prozent auf 909 Zähler, die Nasdaq gewann 1,2 Prozent auf 1617 Punkte. Insgesamt litt die Wall Street vor allem unter einer Gewinnwarnung des Einzelhandelsriesen Wal-Mart. Viele Händler fürchteten, dass den US-Bürgern die Kauflaune für lange Zeit vergangen ist und sich die Wirtschafskrise weiter zuspitzt. Leidtragender in Tokio war der Exportriese Canon, der 1,3 Prozent an Börsenwert verlor. Auch die Titel von TDK standen auf der Verkaufsliste und büßten zwei Prozent en. Der Elektronikkomponentenhersteller hatte angesichts von Auftragsrückgängen und einem stärkeren Yen vor einem Rekordverlust gewarnt und will 8000 Stellen streichen.

Der Ölpreis stieg um mehr als einen halben Dollar auf über 42 Dollar je Barrel. Dies kam in Tokio unter anderem dem Öl- und Gasfeldentwickler Inpex zugute. Inpex-Aktien verteuerten sich um fast drei Prozent. Auch der Ölgroßhändler Showa Shell Sekiyu und das Handelshaus Itochu konnten davon profitieren: Die Papiere von Showa Shell Sekiyu gewannen 2,5, Itochu-Aktien 1,7 Prozent. In Hongkong nutzte das teurere Öl dem Offshore-Ölproduzenten CNOOC und dem führenden Öl- und Gaskonzern PetroChina. CNOOC-Aktien gewannen 2,7, PetroChina-Titel knapp drei Prozent.

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