Marktbericht: Börse Tokio
Nikkei rutscht auf Dreijahrestief

Die Börse in Tokio hat angesichts der Nervosität wegen der US-Bankenkrise am Donnerstag erneut deutlich an Boden verloren. Der Nikkei aus 225 führenden Werten fiel auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Jahren.

HB TOKIO. Am Ende ging das Börsenbarometer mit einem Minus von 260,49 Punkten oder 2,22 Prozent bei 11 489,30 Punkten aus dem Markt. Der breit gefasste Topix büßte 23,75 Punkte oder 2,12 Prozent auf 1097,68 Punkte ein. Am Vortag hatte bereits in New York der Dow Jones Index angesichts der Krise in Folge des Zusammenbruchs der US-Bank Lehman Brothers fast 450 Punkte abgegeben.

Derweil lag der Dollar zum Mittag in Tokio leichter bei 104,42-47 Yen nach 105,18-21 Yen am späten Vortag. Der Euro wurde fester mit 1,4345-50 Dollar gehandelt nach 1,4228-31 Dollar am späten Vortag. Zum Yen lag er bei 149,86-91 Yen nach 149,68-72 Yen am späten Vortag.

Die Bank of Japan (BoJ) hat wegen der anhaltenden Spannungen an den Finanzmärkten auch am Donnerstag dem Geldmarkt zusätzliche Liquidität zur Verfügung gestellt. Die Notenbank pumpte insgesamt 2,5 Billionen Yen (umgerechnet 17 Mrd. Euro) in den Geldmarkt des Landes, teilte die Notenbank am Donnerstag mit. Damit erhöht sich der Umfang der Geldspritzen auf acht Billionen Yen (53 Mrd Euro). Damit soll eine Kreditklemme der Banken verhindert werden.

Aus Sorge über mögliche Milliarden-Löcher in den Bilanzen wegen neuer Abschreibungen halten die Banken derzeit Geld zurück und leihen es sich nicht mehr im sonst üblichen Umfang. Die Notenbanken können in solchen Situationen zusätzliches Geld an die Banken verleihen, um ein Austrocknen der Märkte zu verhindern.

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