Marktbericht: Börse Tokio
Nikkei schließt tief im Minus

Konjunktursorgen haben die Börsen in Fernost am Dienstag kräftig ins Minus gedrückt. Händler beklagten den Mangel an Impulsen, die Anleger zum Kauf motivieren könnten. Viele Marktteilnehmer warteten deshalb gespannt auf die Aussagen der US-Notenbank im Anschluss an ihre zweitägige Sitzung am Dienstag und Mittwoch. Zudem gebe es Nervosität im Vorfeld der Geschäftsbilanzen zum zweiten Quartal, hieß es.

HB TOKIO. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte verlor auch wegen der schwachen Vorgaben von den US-Börsen 2,8 Prozent auf 9549 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab 2,3 Prozent auf 901 Zähler nach.

Rohstoff-Werte gaben wegen des fallenden Ölpreises nach, die Aktien exportabhängiger Unternehmen litten unter dem Anstieg des Yen zu Dollar und Euro. So verloren die Papiere des weltgrößten Autobauers Toyota 2,5 Prozent, während die Titel des Elektronik-Konzerns Sanyo sogar fünf Prozent einbüßten. Zu den größten Verlierern gehörten wie bereits in den USA Titel aus der Chipbranche. So gaben die Aktien von Advantest Corp knapp sechs Prozent nach. Bereits am Montag hatte ein düsterer Konjunkturausblick der Weltbank die Kurse in Europa und in den USA deutlich fallen lassen. Die Weltbank senkte ihre Wachstumsprognosen und warnte davor, dass die Aussichten für die Weltwirtschaft weiter ungewöhnlich unsicher seien.

Auch die anderen asiatischen Börsen rutschten deutlich ins Minus. Die Aktienmärkte in Australien, Hongkong und Südkorea verloren jeweils drei Prozent. In Taiwan und Singapur belief sich das Minus auf jeweils rund zwei Prozent. Einzig die Börse in Schanghai konnte ihren Vortagesschluss behaupten.

Der Dow-Jones-Index hatte am Montag mit einem Minus von 2,4 Prozent bei 8339 Punkten geschlossen. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel 3,1 Prozent auf 893 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 3,4 Prozent auf 1766 Stellen. Ein Euro kostete in Fernost 1,3838 Dollar.

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