Marktbericht Börse Tokio
Rally in Tokio - Nikkei springt über 9 000

Drei Tage wurde an der Tokioter Börse nicht gehandelt. Bei den Anlegern hat sich in dieser Zeit einiges aufgestaut. Beflügelt von Kursgewinnen in Europa und den USA und den jüngsten Aussagen zu den Bankenstresstests in den USA schoss der Nikkei um 4,5 Prozent in die Höhe. Einige Händler sprechen schon wieder von einem Bullenmarkt.

HB TOKIO. Hoffnungen auf eine schnellere Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise haben die Kurse an der Tokioter Börse am Donnerstag nach oben getrieben. Besonders Banken- und Finanztitel profitierten von den Nachrichten, nach denen nur rund die Hälfte der 19 von der US-Regierung einem "Stress-Test" unterzogenen Banken zusätzliches Kapital benötigen, um die Krise überleben zu können. US-Finanzminister Timothy Geithner hatte am Mittwoch erklärt, keiner der 19 Banken drohe die Pleite. "Am Markt herrscht die Einschätzung, dass das Schlimmste vorüber sein könnte, zumindest für Amerika", sagte Fumiyuki Nakanishi von SMBC Friend Securities. "Es scheint so, als ob wir den Anfang eines sehr starken Bullenmarktes sehen", fügte er hinzu.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legte bis zum Handelsschluss 4,55 Prozent 9 385 Punkte zu. Auf diesem Niveau hatte er zuletzt im November vergangenen Jahres notiert. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 4,6 Prozent auf 886 Zähler.

Bereits in den USA hatten die Aktienmärkte positiv auf die Aussagen von Finanzminister Geithner reagiert. Der Dow Jones gewann 1,2 Prozent und schloss bei 8 512 Punkten nahe seines Tageshochs, der S&P 500 legte 1,7 Prozent zu auf 919 Punkte. Lediglich an der Technologiebörse Nasdaq stagnierten die Kurse, der Nasdaq-100-Index schloss unverändert bei 1 423 Punkten.

Wie schon an der Wall Street, wo die Aktien von Bank of America und Citigroup um mehr als 15 Prozent anzogen, waren auch in Tokio Bankaktien bei den Investoren besonders gefragt. Der Banken-Teilindex an der Tokyo Stock Exchange schoss um fast neun Prozent nach oben. Entsprechend führten auch im Nikkei die Titel von Großbanken die Gewinnerliste an. An die Spitze setzte die Mitsubishi UFJ Financial Group, deren Papiere mehr als 15 Prozent gewannen. Auch die Titel von Bank of Yokohama und Mizuho legten deutlich zweistellig zu - ebenso wie die der Sumitomo Mitsui Financial Group. Die drittgröße japanische Bank hatte angekündigt, die japanischen Handels- und Investmentbanking-Abteilungen der Citigroup für 5,9 Mrd. Dollar zu übernehmen.

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