Marktbericht
Börse Tokio schließt schwächer

Die Börsen in Fernost haben angesichts trüber Erwartungen bei Quartalszahlen von Technologie-Firmen zum Wochenauftakt überwiegend nachgegeben.

HB SINGAPUR. Der Tokioter Nikkei-Index schloss am Montag 0,71 Prozent im Minus bei einem Stand von 13.106 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,64 Prozent auf 1376 Zähler.

Zu den Kursverlierern zählten die Aktien des Elektronikkonzerns NEC, die 4,91 Prozent einbrachen.

Eine japanische Zeitung hatte am Wochenende berichtet, das Unternehmen werde wohl statt eines in Aussicht gestellten Zuwachses einen Rückgang seines operativen Gewinns im laufenden Geschäftsjahr ausweisen. Die Titel des Elektronik-Herstellers Pioneer schlossen 3,32 Prozent im Minus auf einem Neun-Jahrestief. Der Konzern hatte am Freitag mitgeteilt, er werde wegen des Preisverfalls bei DVD-Rekordern und Plasma-Fernsehern voraussichtlich einen Rekord-Nettoverlust für dieses Geschäftsjahr ausweisen.

Die Händler würden sich zurückhalten und erst einmal abwarten, welche Ergebnisse und Ausblicke insbesondere die Technologie-Firmen in den kommenden Tagen tatsächlich vorlegten, sagte Katsuhiko Kodama von Toyo Securities. „Bei den High-Tech-Aktien wird es ziemlich viel Bewegung geben, je nachdem, wie die Zahlen ausfallen.“ Belastet hätte die Stimmung in Asien auch die Entwicklung der US-Börsen, sagte ein weiterer Händler. Zwar habe die Technologiebörse Nasdaq zum Wochenausklang dank der starken Quartalszahlen des Internet-Konzerns Google zugelegt. „Der Dow macht uns aber Sorgen.“ Der US-Index der Standardwerte hatte unter anderem wegen eines enttäuschenden Ergebnisses des Baumaschinenherstellers Caterpillar im Minus geschlossen.

In den kommenden Tagen steht eine Flut von Quartalszahlen in den USA an, was die Börsen in Asien nach Einschätzung von Händlern weiter beeinflussen dürfte. Am Montag gaben neben den Börsen in Tokio auch die Märkte in Hongkong, Taiwan und Singapur nach, einzig der Aktienmarkt in Südkorea legte leicht zu.

Der Preis für ein Barrel (rund 159 Liter) US-Leichtöl fiel unter 60 Dollar, nachdem Hurrikan „Wilma“ keine Schäden an den Öl-Förderanlagen im Golf von Mexiko anrichtete. Die Feinunze Gold kostete mit 465,25 Dollar etwas weniger als am Freitag in New York. Grund war der erstarkte Dollar, der zum Yen weiter nahe einem Zwei-Jahres-Hoch notierte und dabei von den Hoffnungen der Anleger auf erneut steigende US-Zinsen profitierte. Ein Euro wurde mit 1,1934 Dollar etwas niedriger bewertet als im späten New Yorker Handel.

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