Marktbericht: Börse Tokio
Sorgen um US-Firmen – Nikkei schließt im Minus

Der japanische Leitindex Nikkei ist wieder unter die psycholgisch wichtige 8000er-Marke gerutscht. Die Sorgen um den Zustand der US-Wirtschaft wachsen. Selbst als krisensicher geltende Aktien wurden verkauft.

HB TOKIO/HONGKONG. Wegen Sorgen um die US-Wirtschaft haben die Aktienmärkte in Asien am Donnerstag ihre zweitägige Gewinnserie beendet. In Tokio befürchteten die Händler, dass schwache Quartalszahlen von US-Unternehmen darauf hindeuten, dass die weltgrößte Volkswirtschaft trotz eines milliardenschweren Konjunkturprogramms tiefer in die Rezession rutschen könnte. Gestützt wurde der Markt durch die Hoffnung auf eine baldige Erholung des wichtigen Schwellenmarkts China.

Die Tokioter Aktienbörse schloss 1,1 Prozent im Minus unterhalb der wichtigen Marke von 8 000 Punkten bei 7 949 Stellen. Der breiter gefasste Topix-Index gab um 0,8 Prozent auf 786 Punkte ab. Die Aktienmärkte in Taiwan, Singapur und Südkorea verzeichneten ebenfalls Verluste. Die Börse in Hongkong legte dagegen um mehr als zwei Prozent zu. Shanghai tendierte nahezu unverändert.

Nach den schwachen US-Vorgaben von Unternehmen wie Kraft Foods oder Cisco trennten sich die Anleger von Papieren, die ansonsten als krisensicher gelten. Nach einer Herabstufung von Chugai Pharmaceutical standen Pharmatitel ganz oben auf den Verkaufslisten. Chugai-Anteilsscheine verbilligten sich um 0,7 Prozent. Auch Technikwerte wie der Kamerahersteller Canon verloren angesichts der weit verbreiteten Skepsis über das US-Geschäft. Die Canon-Aktie gab 3,2 Prozent ab.

Federn lassen musste auch der Immobilienkonzerns Mitsubishi Estate. Das Unternehmen hatte zuvor einen Gewinnrückgang von zwölf Prozent ausgewiesen und seine Prognose für das Gesamtjahr nach unten korrigiert. Mitsubishi Estate-Titel fielen 1,4 Prozent.

Von den China-Hoffnungen profitierten dagegen vor allem die Kurse des Schifffahrtsunternehmens Mitsui O.S.K. Lines und anderer Unternehmen, die stark vom Geschäft in dem Schwellenland abhängig sind. Chinesische Konjunkturdaten hatten zuvor auf eine Verbesserung der Stimmung hingedeutet. Mitsui-Aktien verteuerten sich um 5,1 Prozent, die des Stahlkonzerns JFE Holdings um 2,6 Prozent.

Der Euro legte leicht zu und wurde mit 1,2847 Dollar bewertet. Der Dollar wurde mit 89,38 Yen gehandelt.

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