Marktbericht: Börsen Asien
Asiens Börsen deutlich im Plus

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Donnerstag durch die Bank Gewinne verzeichnet. Positive US-Konjunkturdaten schürten Hoffnungen auf eine rasche Erholung der Weltwirtschaft. In Tokio profitierten davon erneut Exportwerte, deren Erfolg traditionell stark von den Ausfuhren nach Amerika abhängt.

HB HONGKONG/TOKIO. Für gute Stimmung sorgten auch heimische Konjunkturdaten. Begrenzt wurden die Aufschläge allerdings durch Kursverluste bei Bankentiteln.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewann 1,7 Prozent auf 10 443 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte 0,9 Prozent auf 939 Punkte. Die Börsen in Taiwan, Singapur, Korea, Shanghai und Hongkong folgten Tokio und verbuchten ebenfalls Gewinne.

In den USA steigerte die Industrie die Produktion den zweiten Monat in Folge. Zudem sanken die US-Öl-Lagerbestände in der vergangenen Woche stärker als erwartet, was auf eine steigende Nachfrage hindeutet. Dies stärkte den Konjunkturoptimismus der Anleger. Unter den Exportwerten gehörte in Tokio der Autogigant Toyota mit einem Kursplus von 1,9 zu den Gewinnern. Die Papiere von Tokyo Electron stiegen 3,8 Prozent, die des Industrie-Roboter-Herstellers Fanuc 3,4 Prozent. Zuvor hatte die Reuters-Tankan-Umfrage ergeben, dass die Stimmung in Japans Industrie so gut ist wie seit über einem Jahr nicht mehr. Der staatliche BSI-Geschäftsklima-Index stieg im Zeitraum von Juli bis September sogar wieder in den positiven Bereich.

Mit Skepsis verfolgten die Händler hingegen die Aussagen einiger neuer Minister im japanischen Kabinett. Der für Bank- und Marktregulierung zuständige Shizuka Kamei regte ein Kredit-Moratorium für kleine und mittelständische Unternehmen an und schickte damit Banken-Titel auf Talfahrt. Die Papiere von Mitsubishi UFJ Financial verloren 1,9 Prozent, die von Sumitomo Mitsui Financial gar 5,6 Prozent.

"Im Grunde genommen sind das Thema heute die Banken - wegen ihnen hat der Nikkei am Nachmittag seine Gewinne abgebaut", sagte der Stratege Nagayuki Yamagishi von Mitsubishi UFJ Securities. "Andrerseits ist der jetzige Stand zu diesem Zeitpunkt eigentlich genau richtig. Läge er viel höher, beginnt er überkauft auszusehen - läge er viel tiefer, dann überverkauft."

Der Euro legte in Fernost zu auf 1,4738 Dollar nach 1,4710 Dollar im späten US-Handel. Zum Yen gewann die europäische Gemeinschaftswährung und war 134,23 Yen wert nach 133,69 Yen. Der Dollar legte gegenüber der japanischen Währung zu auf 91,05 Yen nach 90,87 in New York.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%