Marktbericht: Börsen Asien
Asiens Börsen stoppen Talfahrt

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Mittwoch ihre jüngste Talfahrt gestoppt und Gewinne verbucht. Viele Investoren hielten sich jedoch angesichts der zweitägigen Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve zurück.

HB TOKIO. Zudem dämpften überraschend schwache Exportdaten aus Japan die Stimmung: Die Ausfuhren des Landes lagen im Mai knapp 41 Prozent unter dem Vorjahr.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte legte 0,4 Prozent auf 9590 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte lediglich 0,1 Prozent auf 902 Zähler.

In Tokio verbreiteten vor allem die Kursgewinne an anderen Börsen der Region für etwas Zuversicht. Einige Börsianer sprachen auch von Schnäppchenjägern, die den Kursrutsch vom Vortag zum Einstieg nutzten. Auf den Einkaufslisten der Anleger standen etwa Energietitel wie Nippon Oil, die dank des kräftigen Ölpreisanstiegs um drei Prozent zulegten. Die Titel des Rivalen Showa Shell Sekiyu legten sogar sechs Prozent zu. Einem Medienbericht zufolge plant das Unternehmen gemeinsam mit dem saudiarabischen Ölkonzern Saudi Aramco ein Solarstrom-Projekt in Saudi-Arabien und später in weiteren Ländern.

Die Anleger blickten jedoch bereits mit Spannung auf die am Abend endende Fed-Sitzung. Eine Änderung der Zinsen galt zwar als ausgeschlossen. Angesichts der jüngsten Sorgen über die konjunkturelle Lage warteten die Börsianer jedoch auf die Stellungnahme der Notenbanker zur wirtschaftlichen Entwicklung. Spekuliert wurde zudem darüber, die Währungshüter um Ben Bernanke könnten verbal gegen den unliebsamen Anstieg der Zinsen auf dem Rentenmarkt vorgehen. Außerdem hielten sie es für möglich, dass die Fed ihre quantitative Lockerung ausweitet, indem sie mehr Staatsanleihen als bislang geplant kauft.

Auch die übrigen Börsen in Asien lösten sich von ihren Tiefpunkten - allen voran die Börse in Taiwan, wo die Kurse um drei Prozent zulegten. Dies war der kräftigste Anstieg seit einem Monat. In Singapur und Hongkong belief sich das Plus immerhin noch auf rund 1,5 Prozent. Dagegen blieb der Kursanstieg in Australien, Südkorea und Schanghai deutlich geringer.

Die Vorgaben aus den USA waren uneinheitlich. Vor allem der Flugzeugbauer Boeing sorgte an der Wall Street für schlechte Stimmung, weil er den Erstflug seines Prestigeobjekts 787 erneut verschob. Der Dow-Jones-Index verlor 0,2 Prozent auf 8322 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,2 Prozent auf 895 Stellen zu. Die Technologiebörse Nasdaq gab 0,1 Prozent nach auf 1764 Zähler.

Der Euro behauptete in Fernost seine Vortagsgewinne und kostete 1,4077 Dollar.

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