Marktbericht: Börsen Asien
Japans Aktien rutschen ab

Enttäuschende US-Konjunkturdaten haben die Aktienmärkte in Fernost am Freitag tief ins Minus gedrückt. Die Anleger sorgten sich nach einer Verschlechterung des Industrie-Einkaufsmanagerindexes in den USA um das Tempo der weltwirtschaftlichen Erholung. Mit Spannung warteten sie auf die am Freitag anstehenden Daten zur US-Jobentwicklung außerhalb der Landwirtschaft im September.

HB TOKIO. In Japan schloss der Nikkei auf seinem tiefsten Schlussstand seit zwei Monaten. In Tokio lasteten neben den US-Daten zudem Befürchtungen über einen stärkeren Yen auf dem Markt. Ein überraschender Rückgang der Arbeitslosigkeit rückte davor in den Hintergrund.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte ging mit einem Minus von 2,5 Prozent auf 9731 Punkten aus dem Handel. Über die Woche verlor er 5,2 Prozent. Dies ist sein größter wöchentlicher Verlust seit drei Monaten. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 2,4 Prozent tiefer bei 874 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Singapur, Südkorea, Taiwan und Hongkong verzeichneten Verluste. Die Börse in China blieb wegen eines Feiertages geschlossen.

Für den Fall des Nikkei seien vor allem die Konjunkturdaten aus den USA verantwortlich, sagte der Händler Masayoshi Okamoto von Jujiya Securities. In Tokio gebe es aber noch drei weitere Negativfaktoren: Sorgen über den politischen Kurs der neuen Regierungspartei, Bedenken über mögliche Aktienemissionen bei Banken, die die Anteile der Investoren verwässern könnten, sowie Sorgen über einen starken Yen. Angesichts dieser drei Faktoren könnte der Nikkei bis Monatsende wieder bis an die 9000 Punkte-Marke fallen.

 

Unter Druck gerieten erneut Finanzwerte. Die Titel der Mitsubishi UFJ Financial Group verloren 2,4 Prozent, die der Mizuho Financial Group 0,6 Prozent. Die Stärke des Yen lastete auf Exportwerten. Aktien des Elektronikkonzerns Sony gaben mehr als fünf Prozent nach, Papiere von Autokonzernen wie Honda, Toyota und Nissan um bis zu 3,4 Prozent.

Der Euro fiel in Fernost auf 1,4538 Dollar nach 1,4635 Dollar im späten US-Handel. Zum Yen gab die europäische Gemeinschaftswährung ebenfalls ab und notierte bei 130,02 Yen nach 131,36 Yen. Der Dollar verbilligte sich gegenüber der japanischen Währung auf 89,45 Yen nach 89,75 Yen in New York.

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