Marktbericht: Börsen Europa
Europas Börsen drehen ins Plus

Die führenden europäischen Aktienmärkte haben am Montag nach starken Verlusten zum Wochenauftakt den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Der Leitindex Eurostoxx 50 gewann bis zum Mittag 0,30 Prozent auf 2 371,16 Punkte.

dpa-afx PARIS/LONDON. In Paris kletterte der CAC-40-Index um 0,24 Prozent auf 3 176,70 Zähler. Der Londoner FTSE 100 legte um 0,93 Prozent auf 4 388,41 Punkte zu. "Mittlerweile wird es aber immer schwerer die Kursrally der vergangenen Handelstage weiterzuführen", sagte der Investment-Stratege Bernard McAlinden von NCB Stockbrokers. Die Investoren würden erst einmal auf weitere Hinweise auf Ende der Wirtschaftskrise warten.

Händler erklärten die Kurserholung an den europäischen Börsen mit der Aussicht auf Gewinne an der Wall Street. Allerdings würden schwache Minenwerten im Zuge eines Preisrückgang bei Industriemetallen den Handel noch bremsen, hieß es. Der Sektor der Rohstoffwerte zählte mit den Versorgern zu den großen Verlierern am Markt.

Aktien von Anglo American rutschten beispielsweise 1,71 Prozent auf 1 440 Pence, die Papiere von BHP Billiton 1,06 Prozent auf 1 395 Pence und die Aktien vom Branchenprimus Rio Tinto verloren 4,39 Prozent auf 2 547 Pence. Es gab zudem noch einen negativen Analystenkommentar zu Rio Tinto. Experten der BNP Paribas haben die Papiere am Morgen von "Outperform" auf "Neutral" zurückgestuft.

Dagegen konnten die Aktien der Italienischen Großbank UniCredit im Mittagshandel stark zulegen und bestätigten somit die Favoritenrolle des Bankensektors. Hier ging es 8,41 Prozent auf 1,73 Euro nach oben. Analysten der WestLB hatten die Aktien des Instituts am Morgen nach oben gestuft. Nach zuvor "Reduce" stuften die Experten die Papiere der UniCredit mit "Neutral" ein.

Auch die Aktien von Fiat schafften im Handelsverlauf den Sprung in die Gewinnzone. Hier ging es 0,27 Prozent nach oben auf 7,30 Euro, nachdem die Papiere zuvor zeitweise auf ein Tagestief bei 7,12 Euro rutschten. Der italienische Autobauer verstärkt im Ringen um die GM-Tochter Opel vor Ablauf der Bieterfrist seine Bemühungen um die deutsche Politik. Fiat-Chef Sergio Marchionne plane neue Treffen mit den Ministerpräsidenten aller Länder mit Opel-Werken noch bis Dienstag, berichtet das "Handelsblatt" (HB/Montagausgabe) unter Berufung auf Unternehmens- und Landesregierungskreise. Die Bundesregierung und Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) erwarten bis Mitte der Woche verbindliche Angebote von den Opel-Interessenten.

Dann setzt der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline in der Krebsforschung auf den Schulterschluss mit dem Biotech-Unternehmen Oxford BioTherapeutics (OBT). Der Konzern zahlt Oxford nach eigenen Angaben je nach Erfolg bis zu 370 Mio. Dollar für die Entdeckung und Entwicklung neuer Antikörper für die Behandlung verschieden Krebsarten. Zudem werde Oxford BioTherapeutics an etwaigen Umsätzen der Medikamente beteiligt. Die Aktien von GlaxoSmithKline reagierten mit einem Aufschlag von 0,90 Prozent auf 1 060,50 Pence.

Schließlich stuften Analysten von Morgan Stanley die Papiere der BT Group von zuvor "Underweight" auf "Equal-Weight" nach oben und sorgten so für ein Kursplus von 0,94 Prozent auf 85,75 Pence. Die BT Group zeige sich derzeit als eine "Restrukturierungs-Story", schreiben die Experten von Morgan Stanley. Dabei würden die jüngsten Sparmaßnahmen des Konzerns im Fokus stehen. Die Aussicht auf Initiativen zur Senkung der Kosten überlagere derzeit eher schwachen Wachstumsaussichten, hieß es.

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