Marktbericht: Börsen Europa
Europas Börsen legen zu

Nach dem scharfen Kursrutsch an den europäischen Börsen zum Wochenstart haben sich die führenden Indizes am Dienstag erholt und Gewinne verbucht. Die Anleger erwarten vom G-20-Treffen der Regierungschefs in London weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der Weltwirtschaft.

HB PARIS/LONDON. Der EuroSTOXX 50 kletterte um 1,22 Prozent auf 2 035,13 Zähler, nachdem er am Vortag um 5,10 Prozent eingebrochen war. Der Londoner FTSE 100 kletterte um 2,51 Prozent auf 3 857,54 Punkte. Der französische CAC-40-Index arbeitete sich um 1,43 Prozent auf 2 7658,29 Zähler vor.

Marktteilnehmer verwiesen auf das am Donnerstag beginnende G-20-Treffen der führenden Industrienationen. Anleger hofften, dass sich die Regierungschefs auf weitere koordinierte Maßnahmen einigen, um die Weltwirtschaft wieder in Schwung zu bringen. "Das Makro-Umfeld hat sich zuletzt stabilisiert und damit den Aktienkursen geholfen, sich von ihren historischen Tiefständen zu erholen", sagte Jacques Henry, Analyst bei Louis Capital Markets in Paris. "Um das Marktsentiment aber wirklich aufzuhellen, müssen sich die Daten verbessern, nicht nur stabilisieren."

Unter den Spitzenreitern im EuroSTOXX 50 notierten die Papiere von ArcelorMittal mit plus 4,87 Prozent auf 15,08 Euro. Die Analysten von Merrill Lynch beließen die Empfehlung für den Stahlkonzern auf "Buy" und das Kursziel auf 25,00 Euro. Sie fügten den Titel allerdings ihrer "Europe 1"-Liste hinzu. Wichtige Indikatoren deuteten auf eine Stabilisierung in der Stahlbranche hin, hieß es. Die Aktie sei zudem extrem günstig bewertet.

In Großbritannien setzten sich die Aktien von Marks & Spencer nach Umsatzzahlen für das vierte Quartal 2008 an die Spitze des britischen Auswahlindex FTSE 100 . Die Titel gewannen 11,34 Prozent auf 294,50 Pence hinzu. Der Umsatzrückgang sei mit 4,2 Prozent weniger stark als befürchtet ausgefallen, sagte eine Händlerin. Am Markt sei mit einem Rückgang um bis zu 7,5 Prozent gerechnet worden.

Bankenwerte gehörten speziell im STOXX 50 zu den Spitzenreitern. Die beiden teilverstaatlichten britischen Banken, Lloyds Banking Group und Royal Bank of Scotland (RBS) , dürften "deutliche" Gewinne erwirtschaften, sobald die Wirtschaft wieder anzieht, sagte der Verwalter, der im Auftrag der Regierung die Anteile an den angeschlagenen Banken kontrolliert. Die Titel der RBS kletterten um 5,15 Prozent auf 24,50 Pence und Lloyds arbeiteten sich um 7,25 Prozent auf 69,50 Pence vor.

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