Marktbericht
Dax durch Kursverluste an der Wall Street etwas schwächer

Die deutschen Standartwerte sind durch Kursverluste an der Wall Street am Dienstag belastet worden. Außerdem trieben Zweifel an der Versorgungssicherheit nach dem Hurrikan "Katrina" zuvor den US-Ölpreis in New York erneut über 70 US-Dollar pro Barrel (159 Liter). Der Dax verlor 0,43 Prozent auf 4791,72 Punkte.

HB FRANKFURT. Der MDAX hielt sich mit 0,07 Prozent auf 6698,04 Punkten im Plus. Der TecDAX notierte mit plus 0,06 Prozent auf 577,34 Punkten.

Am Tag nach dem Eintreffen des Hurrikans "Katrina" in New Orleans haben sich die Aktien der Rückversicherer am Dienstag gut behauptet. "Insgesamt war alles weniger schlimm als erwartet", sagte ein Händler. Das auf solche Schätzungen spezialisierte Unternehmen Eqecat hatte die Höhe der versicherten Schäden zuvor nur noch mit 9 bis 16 Milliarden US-Dollar angesetzt. Münchener Rück kletterten um 0,30 Prozent auf 91,00 Euro. Hannover Rück stiegen um 0,67 Prozent auf 29,90 Euro.

An die Spitze der Kursgewinner setzten sich die Aktien von Fresenius Medical Care. Am Tag der Hauptversammlung verteuerten sie sich um 0,77 Prozent auf 71,77 Euro. Die Aktionäre hatten der Umwandlung von Vorzugs- in Stammaktien und der neuen Rechtsform zugestimmt.

Infineon-Aktien konnten nur kurz von einem Auftrag des weltgrößten Softwareherstellers Microsoft profitieren. Europas größter Chiphersteller wird für die neue Spielekonsole Xbox 360 drei verschiedene Halbleiter liefern. Händler sahen den Auftrag positiv, warnten aber vor einer Überbewertung. Am Markt werde über eine Größenordnung von lediglich rund zehn Millionen US-Dollar gesprochen. Schließlich ging die Aktie mit minus 1,43 Prozent auf 7,60 Euro aus dem Handel.

Autowerte verloren sämtlich an Wert. Nach den Hoffnungen auf eine schnelle Restrukturierung bei VW oder eine Zerschlagung von DaimlerChrysler fehle es nun an "Anschlussfantasien", hieß es im Handel. Daneben belaste der hohe Ölpreis. Volkswagen-Aktien verloren 1,35 Prozent auf 42,33 Euro. DaimlerChrysler verbilligten sich um 1,07 Prozent auf 41,71 Euro. Die Titel von BMW gaben um 0,11 Prozent auf 35,96 Euro nach.

"Die große Sause scheint vorbei zu sein", kommentierte Autoexperte Stephan Droxner von der Landesbank Baden-Württemberg das Geschehen. "Was Kursgewinne angeht, befürchte ich, dass bei den Autowerten die beste Zeit in diesem Jahr schon hinter uns liegt." Die Aufwertung des US-Dollar gegen den Euro sei bei den meisten Autoherstellern bereits im Kurs enthalten.

In der zweiten Reihe konnten sich die Aktien des Bezahlfernsehsenders Premiere nur geringfügig von den Kursverlusten in Folge eines negativen Analystenkommentars erholen. Die Analysten der Deutschen Bank hatten das Papier am Morgen zum Verkauf empfohlen. Die Nachricht vom Erwerb der Übertragungsrechte an der UEFA Champions League wirkte dagegen nur leicht positiv. Die Aktie verlor schließlich 1,01 Prozent auf 25,39 Euro.

In New York gab der Dow Jones um 0,93 Prozent auf 10365,61 Punkte nach. Der NASDAQ sank um 0,81 Prozent auf 2120,33 Punkte. In Europa verlor der EuroStoxx50 im Sog der Wall Street 0,18 Prozent auf 3234,10 Punkte.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,98 (Montag: 2,95) Prozent. Der Rentenindex REX fiel um 0,25 Prozent auf 122,57 Punkte. Der Bund Future notierte unverändert auf 123,48 Zählern. Der Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2181 (Montag: 1,2289) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8210 (0,8137) Euro.

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