Marktbericht
Dax honoriert Berichtssaison mit Kursgewinnen

Zuversicht nach dem Höhepunkt in der Berichtssaison zum dritten Quartal hat am Freitag den deutschen Aktienmärkten neuen Auftrieb gegeben. Der Dax stieg um 1,5 Prozent auf 5090,75 Punkte und notierte damit knapp zwei Prozent über dem Vorwochenschluss

HB FRANKFURT AM MAIN. Auslöser der Aktienkäufe waren die Vorgaben von den US-Börsen, die mit Kursgewinnen den Rückgang des Ölpreises feierten. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl rutschte angesichts des bisher milden Herbstes klar unter 58 Dollar.

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„Die Masse der Zwischenberichte im Dax war weitgehend in Ordnung. Das hat einigen Investoren neuen Mut gegeben“, sagte ein Händler. Bis auf wenige Ausnahmen haben alle Dax-Unternehmen ihre Zwischenberichte vorgelegt. RWE und Infineon werden in der nächsten Woche berichten, Thyssen-Krupp erst Anfang Dezember.Die Nachrichten vom Zustandekommen einer großen Koalition unmittelbar vor Handelsschluss hatte Händlern zufolge keinen unmittelbaren Einfluss auf die Kurse.

Zu den größten Gewinnern zählten zum Wochenschluss die Bankenwerte, die weiterhin von ihren Zwischenergebnissen profitierten. Auch Autoaktien legten mehr als der Gesamtmarkt zu, was Händler vor allem auf den weiterhin niedrigen Euro zurückführten. Auf dem wichtigen US-Markt verbesserten sich dadurch die Absatzchancen, begründeten Händler den Optimismus.

VW kündigte an, die Aufklärungsarbeiten um die Begünstigung von Betriebsräten und Korruption gingen auch nach Vorlage des KPMG-Prüfberichts weiter. Die Spekulationen um die Zukunft des VW-Aufsichtsratschefs Ferdinand Piech bewegten Händler zufolge den Aktienkurs von VW ebenfalls kaum. Gleiches galt für die Berufung von Audi-Personalchef Horst Neumann zum Nachfolger von Peter Hartz als neuem Arbeitsdirektor. „Wenn Piech aber ginge, wäre das gut für VW, da es einen Neuanfang darstellen würde“, spielte ein Händler auf Gerüchte an, Piech könnte vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff aus dem Amt gedrängt werden. VW zogen um fast zwei Prozent an.

Die Aktien von Daimler-Chrysler stiegen um 1,6 Prozent. Der deutsch-amerikanische Autobauer hatte mit dem Verkauf seiner restlichen Anteile an der japanischen Mitsubishi Motors an die Investmentbank Goldman Sachs einen Schlussstrich unter das verlustreiche Engagement gezogen. Die Aktien von BMW zogen um 2,5 Prozent an.

Weitere Anschlusskäufe nach den Zwischenberichten in dieser Woche hievten die Aktien der vor der Fusion mit der italienischen UniCredito stehenden HVB um 3,5 Prozent und die der Commerzbank um 2,6 Prozent in die Höhe. Die im Dax schwer gewichteten Aktien der Deutschen Bank stiegen um zwei Prozent.

Nur die Aktien der Allianz scherten aus, gaben gegen den Markttrend um knapp ein Prozent nach und reagierten damit auf den Zwischenbericht des Finanzkonzerns, zu dem auch die Dresdner Bank mit ihrer Investmenttochter DrKW zählt. HVB-Analyst Lucio di Geronimo sprach von einem „gemischten Bild“, Analyst Rene Locher von Kepler Equities von einer Enttäuschung. Andere Analysten führten den Kursrutsch vor allem auf die schrumpfenden Gewinne bei der Dresdner Bank und der DrKW zurück.

Im M-Dax stiegen vor der Vorlage ihres Zwischenberichts am Montag die Aktien von Salzgitter um fast vier Prozent. MLP reagierten mit einem Plus von 3,6 Prozent auf die Ankündigung eines Aktienrückkaufs und einer Sonderdividende.

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Nur die Aktien der Allianz scherten aus, gaben gegen den Markttrend um knapp ein Prozent nach und reagierten damit auf den Zwischenbericht des Finanzkonzerns, zu dem auch die Dresdner Bank mit ihrer Investmenttochter DrKW zählt. HVB-Analyst Lucio di Geronimo sprach von einem „gemischten Bild“, Analyst Rene Locher von Kepler Equities von einer Enttäuschung. Andere Analysten führten den Kursrutsch vor allem auf die schrumpfenden Gewinne bei der Dresdner Bank und der DrKW zurück.

Im MDax stiegen vor der Vorlage ihres Zwischenberichts am Montag die Aktien von Salzgitter um fast vier Prozent. MLP reagierten mit einem Plus von 3,6 Prozent auf die Ankündigung eines Aktienrückkaufs und einer Sonderdividende.

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