Marktbericht
Dax scheitert an 6 000-Punkte-Marke

In kleinen Schritten nähert sich der Dax der Marke von 6 000. Nach einem zwischenzeitlichen hoch reichte es heute wieder nicht-der Leitindex geht mit 5 945 Punkten aus dem Handel. Immerhin hat der Dax ein neues Jahreshoch markiert. Welche Aktien heute profitieren konnten.
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HB FRANKFURT. Ist das noch die Weihnachtsrally oder schon die Jahresschlussrally? Diese Frage lässt sich am Frankfurter Aktienmarkt vorerst noch nicht schlüssig beantworten. Wie bereits gestern legt der Dax bei niedrigen Umsätzen und insgesamt dünner Nachrichtenlage weiter zu. Mit einem weiteren Jahreshoch im Rücken hat der Dax am Dienstag die stark beachtete Marke von 6 000 Punkten ins Visier genommen.

Bis zum Handelsende schmolzen die Gewinne jedoch ab und der Leitindex schloss mit einem moderaten Zuwachs von 0,26 Prozent auf 5 945 Zählern. Sein Tageshoch hatte er zuvor bei 5 981 Punkten markiert - gleichzeitig dem höchsten Stand seit September 2008. Das Handelsvolumen im Dax fiel auf 82 (Montag: 101,2) Millionen Aktien. Der Umsatz belief sich auf 2,1 (2,4) Milliarden Euro.

Der MDax verbesserte sich um 0,40 Prozent auf 7 484 Zähler, für den TecDax ging es indes um 0,84 Prozent nach unten auf 810 Punkte. Der Markt habe wie erwartet seine Weihnachtsrally fortgesetzt und sich dabei nicht einmal von schwachen US-Konjunkturdaten aus dem Rhythmus bringen lassen, kommentierte Patrick Pflüger, Marktanalyst bei IG Markets.

Der Leitindex hat allerdings noch nicht das Niveau erreicht, dass er vor der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 hielt. Börsianer sehen die psychologisch wichtige Marke von 6 000 Punkten aber weiter in Reichweite. "Die Jahresendrally läuft und es hält niemand dagegen", sagte ein Händler.

In den USA waren mehr bestehende Eigenheime im November verkauft worden als von Analysten erwartet. Aufs Jahr hochgerechnet stieg ihre Zahl um 7,4 Prozent auf 6,54 Millionen. Nach Einschätzung von Postbank-Volkswirtin Fabienne Riefer kommt somit die Erholung des US-Wohnimmobilienmarktes voran. Dort hatte die Finanzkrise ihren Ausgangspunkt genommen.

An der Dax-Spitze standen Infineon-Aktien mit einem Plus von 3,6 Prozent. Der notorisch defizitäre Halbleiter-Hersteller hob seine Geschäftsprognose für sein laufendes erstes Quartal an. "Eine Prognoseanhebung ist immer positiv, bei Infineon aber etwas ganz Besonderes", sagte ein Händler.

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