Marktbericht
Dax schließt etwas fester

Eine leichte Entspannung an den Ölmärkten hat am Mittwoch deutsche Anleger zu Aktienkäufen animiert. Der Leitindex DAX stieg um 0,79 Prozent auf 4829,69 Punkte. Der MDAX der mittelgroßen Werte kletterte um 0,84 Prozent auf 6754,62 Zähler. Der Technologie-Index TecDAX gewann 0,70 Prozent auf 581,40 Punkte.

HB FRANKFURT/MAIN. Nach einem verhaltenen Start zog der DAX am frühen Nachmittag an. Der US-Ölpreis war nach der Ankündigung der US-Regierung, angesichts der Folgen des Hurrikans „Katrina“ die strategische Rohölreserve anzuzapfen, unter 69 Dollar je Barrel gesunken. Allerdings bremsten US-Konjunkturdaten: Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal weniger stark gewachsen als zunächst angenommen.

Der nachrichtenarme Tag wurde vor allem von Studien großer Investmentbanken bestimmt, die einzelne Werte bewegten. Aktien des Sportartikelherstellers adidas-Salomon führten mit plus 2,90 Prozent auf 144,60 Euro den DAX an. Die Schweizer Großbank UBS hatte den Titel mit „Kaufen“ bestätigt und ein Kursziel von 177 Euro gesetzt. Infineon verloren 0,39 Prozent auf 7,57 Euro. Die UBS hatte die Empfehlung für die Papiere des Chipherstellers von „Kaufen“ auf „Neutral“ gesenkt und das Kursziel von 10 auf 8 Euro reduziert.

Größter Verlierer im MDAX waren Hannover Rück, die 2,61 Prozent auf 29,12 Euro einbüßten. Auf den weltweit drittgrößten Rückversicherer kommen 2005 wegen des Hurrikans „Katrina“ wohl höhere Belastungen zu als bisher erwartet. Papiere der Münchener Rück büßten 0,22 Prozent auf 90,80 Euro ein.

Allianz stiegen um 1,60 Prozent auf 104,90 Euro. Die Allianz bietet Kreisen zufolge gemeinsam mit den US-Finanzkonzernen Goldman Sachs und American Express, um zehn Prozent an der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) zu erhalten. Papiere der Deutschen Telekom notierten mit plus 0,46 Prozent auf 15,40 Euro. Die Titel wurden von der bevorstehenden Kapitalerhöhung des Konkurrenten France Télécom belastet. „Offenbar geht der Markt davon aus, dass die Deutsche Telekom nachziehen könnte“, sagte ein Händler.

In der zweiten Reihe kletterten die Titel des Arzneimittelherstellers STADA um 2,42 Prozent auf 28,30 Euro. Merrill Lynch hatte zuvor das Kursziel von 30 auf 35 Euro erhöht und die Empfehlung „Kaufen“ bestätigt. Fraport-Aktien verteuerten sich nach einem positiven Analystenkommentar um 2,19 Prozent auf 37,30 Euro. Händler begründeten das Kursplus mit einer Studie der Citigroup, in der das Kursziel für die Aktie von 39 auf 40 Euro heraufgesetzt wurde.

Die im EuroStoxx50 enthaltenen europäischen Standardwerte kletterten um 0,92 Prozent auf 3263,78 Punkte. An der Wall Street legte der Dow Jones Industrial Average um 0,08 Prozent auf 10 421,65 Punkte zu. Der technologielastige NASDAQ Composite stieg um 0,20 Prozent auf 2134,06 Punkte.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,94 (Vortag: 2,98) Prozent. Der Rentenindex REX legte um 0,27 Prozent auf 122,90 Punkte zu. Der Bund Future kletterte 0,39 Prozent auf 123,91 Zähler. Der Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2198 (Dienstag: 1,2181) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8198 (0,8210) Euro.

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