Marktbericht
Der Zufall regiert Europas Börsen

Die wichtigsten europäischen Aktienindizes sind am Montag gut behauptet aus dem Handel gegangen. Händler sprachen von einem zufallsgetriebenen Handel bei geringen Volumina. Nach einem schwachen Start habe die Veröffentlichung des ifo-Index nur kurz für Aufsehen gesorgt.

HB PARIS/LONDON. Nachdem sich die Notierungen im Handelsverlauf von ihren relativ deutlichen Verlusten erholt hatten, hätten einige Anleger, die zuvor auf fallende Kurse gesetzt hatten, ihre Verkaufspositionen wieder schließen müssen.

Der Eurostoxx 50 stieg um 0,28 Prozent auf 2 440,23 Punkte. In Paris gewann der CAC-40-Index 0,25 Prozent auf 3 236,16 Zähler. In London blieb die Börse wegen eines Feiertages geschlossen. In den USA bleiben die Märkte wegen eines Feiertages ebenfalls geschlossen.

Der schwächer als erwartet ausgefallene ifo-Geschäftsklimaindex sorgte Händlern zufolge nur kurzzeitig für Aufmerksamkeit. Während die Stimmung laut Index sich im Mai nicht so deutlich wie erwartet verbessert hatte, lag die Erwartungskomponente leicht über den Prognosen.

Autowerte gehörten zu den größten Verlierern. Händler verwiesen auf die anhaltenden Spekulationen im Zusammenhang mit Volkswagen und Porsche sowie die weiter ungeklärte Zukunft von General Motors (GM) und dessen Tochter Opel als Belastungsfaktoren. Renault gaben 0,82 Prozent auf 26,05 Euro ab und PSA Peugeot Citroen verloren 1,22 Prozent auf 19,45 Euro. Fiat , die an einer Übernahme von Opel interessiert ist, fielen um 0,90 Prozent auf 7,735 Euro zurück.

Die Titel des Nutzfahrzeugherstellers Volvo entwickelten sich mit Abschlägen von 1,78 Prozent auf 49,60 Schwedische Kronen ebenfalls deutlich schlechter als der europäische Gesamtmarkt. Die Zeitung "Svenska Dagbladet" hatte zuvor berichtet, der Konzern habe derzeit etwa 25 000 unverkaufte Fahrzeuge auf Halde stehen. "Diese Zahl abzubauen ist unsere oberste Priorität", wurde der Konzernsprecher Marten Wikforss zitiert. Damit könne der Mittelabfluss gestoppt und etwas Geld eingenommen werden, sagte er.

Die Titel des französischen Baustoffkonzerns Saint-Gobain zählten neben den Autoaktien mit minus 1,76 Prozent auf 26,905 Euro zu den schwächsten Werten im pan-europäischen Auswahlindex. Laut Medienberichten versucht der Konzern gerade, sich Kredite über zwei Mrd. Euro zu sichern. Damit müsse er Verbindlichkeiten refinanzieren, wurden Insiderkreise zitiert. Titel des Branchenkollegen Vinci legten hingegen um 0,03 Prozent auf 34,31 Euro zu.

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