Marktbericht
Euro erholt sich leicht

Der Euro erholt sich leicht, doch mit einer dauerhaften Aufschwung rechnen Experten nach der Äußerung der EZB, sie werde vorerst an ihrer Geldpolitik festhalten, nicht.
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Frankfurt/ SydneyDer Euro hat sich am Dienstag etwas stabilisiert. Die Gemeinschaftswährung notierte bei 1,2890 Dollar und entfernte sich damit weiter von ihrem am Freitag erreichten Sieben-Wochen-Tief von 1,2806 Dollar. Analysten gehen aber nicht davon aus, dass die Erholung beim Euro von Dauer sein wird. „Die Geldpolitik der Fed und der Notenbanken in Großbritannien oder Japan gehen immer weiter auseinander, das sollte dem Dollar langfristig einen Vorteil verschaffen“, sagte Sim Moh Siong, Stratege bei der Bank of Singapore. Während die Währungshüter in den USA ihr milliardenschweres Anleihenankaufprogramm reduzieren wollen, dürfte vor allem die Bank of Japan erst einmal an ihrem ultralockeren geldpolitischen Kurs festhalten. Auch die Europäische Zentralbank hatte in der vergangenen Woche deutlich gemacht, dass sie der Wirtschaft in der Euro-Zone weiterhin mit Niedrigzinsen zur Seite stehen wird. Noch am Morgen hatte der Euro am Dienstag in Fernost leichte Verluste verzeichnet. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,2852 Dollar bewertet, nach 1,2869 Dollar am Vorabend in den USA.

Marktteilnehmer erwarten eine Rede von Fed-Chef Ben S. Bernanke und die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls des Offenmarktausschusses der US-Notenbank am Mittwoch. „Es ist möglich, dass die Sitzungsprotokolle Hinweise auf eine Reduzierung der quantitativen Lockerungen geben werden”, sagte Masashi Murata, Devisenstratege bei Brown Brothers Harriman & Co. in Tokio. Dies könnte bedeuten, dass der Dollar anzieht. Der Yen gab am Morgen gegenüber dem Euro 0,4 Prozent auf 130,48 Yen nach, zum Dollar verlor die japanische Währung 0,3 Prozent auf 101,28 Yen. Der Franken war gegenüber dem Euro mit 1,2430 Franken 0,2 Prozent leichter, zum Dollar verlor die Schweizer Devise 0,1 Prozent und notierte bei 96,47 Rappen.


Am Rentenmarkt notierte der Bund-Future leicht im Minus. Anleger verkauften den als sicherem Hafen geltenden Terminkontrakt, nachdem sich die Spannungen in der Euro-Zone wieder etwas gelegt haben. In Portugal hatte Ministerpräsident Pedro Passos Coelho am Wochenende mit weitreichenden Zugeständnissen an den kleineren Koalitionspartner CDS-PP die Regierungskrise entschärft. Griechenland muss für die nächste Kredit-Tranche zwar bisher aufgeschobene Einschnitte im öffentlichen Dienst rasch nachholen, kann aber mit der Auszahlung der Hilfsgelder rechnen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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