Marktbericht Europa: Eurostoxx mit starken Wochenauftakt

Marktbericht Europa
Eurostoxx mit starken Wochenauftakt

Die europäischen Börsen haben sich am Montag von mehreren Verlusttagen erholt und fest geschlossen. Neben einer Übernahme in den USA standen Ölwerte im Fokus. Der Eurostoxx 50 stieg um 1,64 Prozent auf 2 802,67 Punkte.

HB PARIS/LONDON. Die europäischen Börsen haben sich am Montag von mehreren Verlusttagen erholt und fest geschlossen. Neben einer Übernahme in den USA standen Ölwerte im Fokus. Der Eurostoxx 50 stieg um 1,64 Prozent auf 2 802,67 Punkte. Nachdem der Leitindex der Eurozone vier Handelstage in Folge im Minus geschlossen hatte, machte sich laut Händlern nun Optimismus vor der Zinsentscheidung in den USA am Dienstag breit. In Paris gewann der CAC-40-Index an diesem Montag 1,77 Prozent auf 3 788,01 Punkte. Der Londoner Ftse 100 rückte um 1,71 Prozent auf 5 602,54 Punkte vor.

Stratege Bill Dinning von Aegon Asset Management geht davon aus, dass die Geldpolitik weiter sehr locker bleiben wird. Dies stützt erfahrungsgemäß die Notierungen an den Börsen. Derzeit schauten die Anleger auch weniger auf Probleme wie die europäische Schuldenkrise, so der Experte weiter.

An der Pariser Börse honorierten die Aktien von Safran Übernahmepläne mit Kursgewinnen von 5,21 Prozent auf 20,395 Euro. Der französische Mischkonzern will den US-Softwarehersteller L-1 Identity Solutions mit dem Hauptgeschäftsfeld Biometrie für 1,1 Mrd. Dollar oder 12 Dollar je Aktie übernehmen. Das Beratungsgeschäft will L-1 an den britischen Rüstungskonzern BAE Systems verkaufen. Die BAE-Aktie schloss 1,40 Prozent höher bei 332,545 Pence, für die L-1-Titel ging es in New York zuletzt um rund 20 Prozent nach oben.

Ölwerte entwickelten sich dank deutlich höherer Notierungen für den Rohstoff größtenteils besser als der Markt, der Branchenindex Stoxx Europe 600 Oil & Gas stieg um 1,25 Prozent. Mit einem deutlichen Preissprung zu Wochenbeginn haben die Ölpreise ihre Kursverluste vom Freitag mehr als ausgeglichen. Total-Aktien verteuerten sich im Eurostoxx50 um 2,77 Prozent auf 38,905 Euro, für Repsol-YPF ging es um 2,23 Prozent auf 19,000 Euro hoch. Dagegen rutschten Eni am Indexende um 0,93 Prozent auf 15,920 Euro ab. Im Irak sei die Versteigerung von drei Gasfeldern erneut verschoben worden, nachdem einige Unternehmen dem Staat zufolge mehr Zeit zur Prüfung der Vertragsmodalitäten einforderten, hieß es von Händler.

In London gewannen BP-Papiere 2,06 Prozent auf 411,391 Pence. Fünf Monate nach Beginn der schwersten Ölpest der US-Geschichte ist die defekte Ölquelle im Golf von Mexiko endgültig versiegelt. Händlern zufolge sollen die Kosten für die Bekämpfung der Ölpest nun bei rund zehn Mrd. Dollar liegen.

Einige Einzelwerte stehen wegen der in Kraft getretenen Indexveränderungen in den europäischen Standardwerte-Indizes im Blick: Im Leitindex Eurostoxx 50 musste Aegon seinen Platz für BMW räumen. Die Aktien des Münchener Autobauers gewannen 3,62 Prozent, Aegon legten aber ebenfalls zu um 1,84 Prozent. Mehrere Veränderungen gab es unterdessen im Stoxx Europe 50 , in den die Aktien von Standard Chartered , Anheuser-Busch Inbev , Zurich Financial Services und Hennes & Mauritz (H & M) aufstiegen. Dafür werden die Aktien von RWE , Iberdrola , Arcelormittal und Generali aus dem Index entnommen.

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