Marktbericht Europa
"Footsie" knackt die 6 000

Die wichtigsten europäischen Börsen haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Aktienindizes aus der Eurozone gaben nach, der Londoner "Footsie" übersprang hingegen zeitweise erstmals wieder seit Juni 2008 die Marke von 6 000 Punkten.

HB PARIS/LONDON. Am letzten Handelstag vor Weihnachten sei es in den Handelsräumen wie üblich sehr ruhig gewesen, sagten Börsianer. Insgesamt habe es in den vergangenen zwei Wochen eine solide Rally gegeben, weshalb zum Jahreswechsel die Dynamik nun zunehmend verloren gehen dürfte, kommentierte ein Stratege. "Der längerfristige Ausblick bleibt aber durchaus positiv."

Der Leitindex der Eurozone, der Eurostoxx 50 , ging mit minus 0,18 Prozent auf 2 864,52 Punkte in das Weihnachtswochenende und gewann damit auf Wochensicht 1,5 Prozent hinzu. Der Pariser Cac 40 sank um 0,21 Prozent auf 3 911,32 Punkte, während in London der Ftse 100 um 0,21 Prozent auf 5 996,07 Punkte zulegte. Das bedeutet auf Wochensicht ein Plus von 2,1 Prozent.

Pharma- und Telekomwerte gehörten zu den Favoriten der Anleger. So stachen im Pharmasektor vor allem die Papiere von Novo Nordisk mit einem Plus von 2,85 Prozent auf 631,00 dänische Kronen hervor, nachdem der Konzern positive Studienergebnisse für sein neues Insulin vorgelegt hatte. Mit Blick auf den Telekomsektor gehörten neben Telecom Italia mit einem Plus von 1,2 Prozent auch die Aktien der Vodafone Group zu den stärksten Werten. Vodafone stiegen um 1,75 Prozent auf 171,411 Pence. Wegen riesiger Nachfrage nimmt der britische Telekomkonzern "bis auf weiteres" keine Bestellungen mehr für das iphone vier an.

Der spanische Baukonzern ACS sammelte im Übernahmekampf um Hochtief ein erstes großes Aktienpaket ein. Am Mittwochabend wurden nach ACS-Angaben rund 350 000 Hochtief-Aktien zum Tausch gegen ACS-Papiere angeboten. Damit steigt der ACS-Anteil an Hochtief auf 27,72 Prozent, wie der Konzern am Donnerstag auf seiner Internetseite mitteilte. Die Spanier wollen bis zum Ende der Angebotsfrist am 29. Dezember die 30 Prozent-Schwelle erreichen. Die ACS-Aktien gewannen im schwachen Ibex-35-Index 0,28 Prozent auf 35,70 Euro. In London verbilligten sich Rio-Tinto-Papiere um 0,97 Prozent auf 4 533,36 Pence. Riversdale hat die 3,9 Mrd. Dollar schwere Übernahmeofferte des britisch-australischen Minenbetreibers angenommen.

Mit plus 14,49 Prozent auf 23,70 schwedische Kronen stachen zudem die SAS-Aktie ins Auge. Nach Informationen der Nachrichtenagentur "Bloomberg" ist die Lufthansa an der schwedischen Airline interessiert.

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