Marktbericht: Europäische Aktienmärkte
Alcatel-Lucent und Minenwerte stützen Europa-Märkte

Der europäische Aktienmarkt hat sich am Mittwoch freundlich entwickelt und damit seine Kursgewinne vom Vortag ausgebaut. Händler verwiesen als Antrieb unter anderem auf positiv aufgenommene Zahlen des französischen Telekomausrüsters Alcatel-Lucent. Auch Minenwerte trafen auf Nachfrage und stützten ebenso die Notierungen wie die im Plus erwarteten US-Börsen.

dpa-afx PARIS/LONDON. Der EuroSTOXX 50 stieg um 0,8 Prozent auf 2 263,50 Punkte. Für den Londoner FTSE 100 ging es um 1,00 Prozent auf 4 205,95 Zähler nach oben, und der französische CAC-40-Index stieg um 1,40 Prozent auf 3 024,05 Zähler.

Vor allem an den Börsen in Paris und Zürich sorgten Unternehmenszahlen für Gesprächsstoff. Belastet von hohen Abschreibungen auf Firmenwerte hat Alcatel-Lucent zwar auch im abgelaufenen Quartal rote Zahlen geschrieben. Den Analysten von Natixis zufolge wurde aber bereits mit einer Abschreibung in dieser Größenordnung gerechnet. Zudem seien die operativen Ergebnisse etwas besser als vorhergesagt ausgefallenen und "recht zufriedenstellend". Ferner hielt Unternehmenschef Ben Verwaayen an seinen Zielen für 2009 fest und will beim operativen Gewinn bei plus minus Null herauskommen. Alcatel-Lucent-Aktien gewannen 3,89 Prozent auf 1,522 Euro. Darüber hinaus hat der Baukonzern Vinci 2008 wie erwartet einen Umsatzsprung verbucht und blickt zuversichtlich auf das laufende Jahr. Für das laufende Jahr zeigte sich das Unternehmen zuversichtlich. Allerdings sei man auch besonders wachsam. Vinci-Titel gewannen 4,29 Prozent auf 27,62 Euro.

Der Schweizer Pharmakonzern Roche jedoch stellt sich nach einem starken Wachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 auf ein schwächeres Umsatzwachstum ein. Analysten zufolge verfehlten zudem die Profitabilitätszahlen für 2008 die Erwartungen. Vor allem die Sparte Diagnostics habe die Marge belastet, hieß es. Gleichzeitig mehrten sich jedoch Händlern zufolge auch Stimmen, die den Kurseinbruch als deutlich übertrieben erachten. In diesem Sinne äußerte sich auch Analyst Thomas Maul von der DZ Bank: "Für langfristig orientierte Investoren sehen wir die Roche-Aktien weiterhin als Basisinvestment im Pharmasektor an." Roche-Titel brachen am Ende des Swiss-Market-Index um 8,06 Prozent auf 149,50 Franken ein.

In Stockholm hingegen verteuerten sich die Aktien von Electrolux nach Zahlen um 4,80 Prozent auf 65,50 schwedische Kronen. Der Haushaltsgeräte-Hersteller hat im vierten Quartal einen niedriger als erwartet ausgefallenen Verlust verbucht. Auch Titel Alfa Laval präsentierten sich sehr fest. Sie stiegen um 6,17 Prozent auf 64,50 schwedische Kronen. Der Hersteller von Produkten für die Trennung und den Transport von Gütern hat im vierten Quartal einen höher als erwarteten Gewinn verbucht. Börsianern zufolge lag der Umsatz deutlich über den Analystenerwartungen, während die Dividende niedriger als prognostiziert ausfalle.

Aktien von Konecranes wiederum zählten an der Börse in Helsinki zu den Favoriten. Anleger gaben für die Titel 9,08 Prozent mehr aus und bezahlten 13,69 Euro. Im vierten Quartal fielen der operative Gewinn und die Umsätze des Kranbauers höher als erwartet aus. Zudem teilte Konecranes mit, an seinen langfristigen Erlös- und Margenzielen festhalten zu wollen.

In London schließlich zählten die Aktien von Aviva mit einem Plus von 10,59 Prozent auf 368,00 Pence zu den größten Gewinnern. Die Umsätze des Lebensversicherers haben 2008 stärker als erwartet zugelegt. Unter den Minenwerten verteuerten sich die Papiere von BHP Billiton um 4,40 Prozent auf 1 211 Pence. Der australisch-britische Rohstoffkonzern hatte im seinem ersten Geschäftshalbjahr wegen der hohen Nachfrage aus China einen Ertragsanstieg verbucht. An der "Footsie"-Spitze stiegen die Aktien des Branchenkollegen Kazakhyms um 14,55 Prozent auf 279,00 Pence.

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