Marktbericht: Europäische Aktienmärkte: EuroStoxx tritt auf der Stelle

Marktbericht: Europäische Aktienmärkte
EuroStoxx tritt auf der Stelle

Die wichtigsten Aktienmärkte in Europa haben sich am Dienstag uneinheitlich gezeigt. Anhaltende Sorgen über die Folgen der Turbulenzen im Finanzsektor für die schwache Wirtschaft dominieren weiterhin die Märkte. In Italien wurden die Aktien von Fiat zeitweise vom Handel ausgesetzt.

HB PARIS/LONDON. Der Markt warte auf eine klare Richtungsvorgabe von Seiten der USA, sagte ein Händler. Tags zuvor waren die US-Börsen wegen eines Feiertages geschlossen geblieben, an diesem Dienstag warten die Investoren gespannt auf die Amtsantrittsrede des künftigen Präsidenten Barack Obama. Er tritt um 18.00 Uhr deutscher Zeit seine mit enormen Erwartungen verbundene Amtszeit als erster schwarzer Präsident der USA an. Er wird in Washington als 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt. Im ruhigen Handel standen Autotitel und Bankenwerte im Fokus.

Der EuroSTOXX 50 büßte gegen Mittag 0,08 Prozent auf 2 250,48 Punkte ein. Der Londoner FTSE 100 gewann 0,46 Prozent auf 4 127,34 Zähler. In Paris konnte der CAC-40-Index ein Plus von 0,16 Prozent auf 2 994,48 Punkte verbuchen.

Aktien von Alstom setzten sich mit plus 6,15 Prozent auf 36,355 Euro an die Spitze des Eurozonen-Index. Der französische Bahntechnikkonzern und Anlagenbauer hat im dritten Quartal seine Umsätze trotz der Wirtschaftskrise steigern können. Gleichzeitig verfügte das Unternehmen Ende Dezember über einen Auftragsbestand von insgesamt 47 Mrd. Euro, was die Umsätze für 32 Monate abdecke. Der langfristige Ausblick für die eigenen Märkte bleibe günstig, hieß es. JPMorgan beließ nach den Zahlen die Empfehlung unverändert mit „Overweight“ mit einem Kursziel von 55 Euro.

Finanztitel zählten dagegen wie schon am Tag zuvor zu den größten Verlierern. Die Sorgen um eine weitere Krisenbelastungen im Finanzsektor halten an. BNP Paribas markierten mit einem Minus von 7,86 Prozent auf 25.20 Euro das EuroSTOXX-Ende. ING Groep sanken um 6,90 Prozent auf 5,791 Euro. Auch Intesa SanPaolo und Societe Generale gaben kräftig ab.

Aktien der französischen Autobauer PSA Peugeot Citroen und Renault konnten ihre Gewinne vom Vormittag nicht halten und drehten ins Minus. Gegen Mittag gaben Peugeot im CAC-40-Index 2,69 Prozent auf 12,835 Euro ab. Peugeot-Chef Christian Streiff hatte verkündet, das laufende Jahr 2009 werde „extrem schwierig“. Auch Renault verloren 3,81 Prozent auf 15,785 Euro.

In Mailand waren Fiat nach Berichten über einen möglichen Fiat-Einstieg bei dem US-Hersteller Chrysler vom Handel ausgesetzt. Der Schritt sei „in Erwartung einer Mitteilung“ erfolgt, hieß es. Fiat habe auf die Frage nach dem Einstieg mit dem klassischen „Kein Kommentar“ geantwortet, was aber als ein „Nicht-Dementi“ gelesen werden müsse, meinte die römische „La Repubblica“ am Dienstag. Allerdings sei gleichzeitig der Dialog zwischen Fiat und dem französischen Hersteller Peugeot über eine mögliche Fusion noch ganz und gar nicht abgeschlossen.

Air-France-KLM sackten mit einem Minus von 8,91 Prozent auf 7,84 Euro ebenfalls stark ab. Die französisch-niederländische Airline kündigte am Dienstag für das abgelaufene Quartal einen operativen Verlust an. Dabei konnte die Airline nicht von dem gefallenen Ölpreis profitieren, da sie sich gegen steigende Treibstoffkosten abgesichert hatte.

In der Schweiz brachen Logitech nach enttäuschenden Zahlen um 10,06 Prozent auf 13,14 Franken und markierten zeitweise den tiefsten Stand seit 2003.

Der Computerzubehör-Hersteller blieb im dritten Quartal des Fiskaljahres 2008/09 sowohl beim Umsatz als beim EBIT und beim Reingewinn klar hinter den Konsensschätzungen

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