Marktbericht
Europäische Indizes schließen schwach

Belastet von Gewinnmitnahmen haben die wichtigsten europäischen Aktienmärkte am Montag deutliche Kursverluste verzeichnet. In der Vorwoche hatte der Eurostoxx 50 um 4,15 Prozent zugelegt und war auf dem höchsten Stand seit Anfang Februar ins Wochenende gegangen.

HB PARIS/LONDON. Entsprechend hätten Gewinnmitnahmen das Geschäft dominiert, sagten Börsianer, zumal aus den USA erneut Sorgen um den strauchelnden Bankensektor überschwappten.

Der im März etwas stärker als erwartet gefallene Sammelindex der Frühindikatoren der USA habe dann am Nachmittag die Stimmung zusätzlich belastet. Zudem machten sich Anleger zunehmend Sorgen wegen der Kursschwäche des Euro, sagte der Aktienstratege Bernard Mcalinden von NCB Stockbrokers. Der Eurostoxx 50 verlor schließlich 3,92 Prozent auf 2 249,44 Zähler. Der europäische Leitindex schwankte im Tagesverlauf zwischen den im frühen Verlauf erreichten 2 342 Punkten und 2 240 Zählern kurz von Handelsende. Der Londoner Ftse 100 gab um 2,49 Prozent auf 3 990,86 Punkte ab und der CAC-40-Index verlor in Paris 3,96 Prozent auf 2 969,40 Zähler. Finanzwerte zählten zu den größten Verlierern im europäischen Geschäft.

Zwar präsentierte die Bank of America (BoA) wie andere Institute in den Vortagen auch deutlich über den Analystenprognosen liegende Gewinne für das erste Quartal. Allerdings sieht die Bank "extrem schwierige Herausforderungen" vor sich und vor allem die sich verschlechternde Kreditqualität stelle ein Problem dar. Das drückte die Aktien ans Ende des US-Leitindex Dow Jones und andere Bankenwerte folgten.

Dies löste dann auch im europäischen Handel Gewinnmitnahmen in dem zuletzt deutlich erholten Finanzsektor aus. Papiere der ING Groep sackten um 10,69 Prozent auf 5,984 Euro ab. Am Indexende gingen die Aktien des Versicherers Aegon mit minus 11,11 Prozent bei 3,200 Euro aus dem Handel. Andere zuletzt sehr gut gelaufene Werte hätten unterdessen spürbar unter Gewinnmitnahmen gelitten, betonten Börsianer.

So verbilligten sich Aktien von Renault im Eurostoxx um 10,33 Prozent auf 21,610 Euro und Arcelormittal gaben um 11,08 Prozent auf 19,660 Euro ab. Die Papiere des Stahlkonzerns hatten alleine im verkürzten Handel der Vorwoche um 16,85 Prozent zugelegt. In London zählten Rohstoffwerte ebenfalls zu den größten Verlierern, wobei Eurasian Natural Resources mit minus 12,26 Prozent bei 508,00 Pence als schlechtester Wert im "Footsie" endeten. Xstrata rutschten um 11,10 Prozent auf 538 Pence ab.

Aktien von Fiat konnten sich dem negativen Markttrend nicht entziehen und rutschten schließlich um 1,70 Prozent auf 7,5 350 Euro ab. Der italienische Autobauer könnte mit den Töchtern des US-Autobauers General Motors (GM) in Europa und in Lateinamerika eine Allianz eingehen, berichtete das US-Branchenmagazin "Automotive News" unter Berufung auf einen Insider. Die Gespräche seien aber in einem frühen Stadium.

Auch die Anteile von Glaxosmithkline (GSK) endeten nach anfänglichen Kursgewinnen mit minus 0,43 Prozent bei 1 033,50 Pence tiefer. Der weltweit zweitgrößte Pharmakonzern will das nicht börsennotierte US-Unternehmen Stiefel Laboratories mit einem Unternehmenswert von 3,6 Mrd. Dollar kaufen.

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