Marktbericht
Europas Börsen auf Erholungskurs

Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch zugelegt und vor allem von positiv aufgenommenen US-Konjunkturdaten profitiert. Ihre am Nachmittag erreichten Tageshochs konnten die wichtigsten Indizes allerdings nicht halten.

HB PARIS/LONDON. Der Leitindex der Eurozone, der Eurostoxx 50 , ging mit plus 1,88 Prozent auf 2 763,29 Zähler aus dem Handel. In Paris legte der CAC-40-Index um 2,40 Prozent auf 3 670,33 Punkte zu. Der Londoner Ftse 100 stieg um 1,40 Prozent auf 5 107,89 Zähler. Besonders stark entwickelten sich neben den Rohstoffwerten auch die Auto- und Finanzaktien, die noch am Dienstag zu den größten Verlierern gezählt hatten.

Die Aktien von Enel rückten am Nachmittag mit Quartalszahlen in den Blick, gewannen aber nur unterdurchschnittliche 0,24 Prozent auf 4,10 Euro. Der italienische Versorger hatte im dritten Quartal, weitgehend unberührt von der Krise und dank florierender Stromverkäufe im Ausland, gute Geschäfte verzeichnet. Die Nachfrage auf dem heimischen Markt war dagegen gesunken. Gas Natural hingegen profitierten mit plus 2,01 Prozent auf 13,98 Euro deutlicher von vorgelegten Neunmonatszahlen. Insbesondere die Kernergebnisse hatten die Markterwartungen übertroffen.

Auto-Aktien waren nach den Verlusten vom Vortag stark gefragt und wurden dabei gestützt von positiv aufgenommenen US-Absatzzahlen. Noch am Dienstag hatten sie in Folge schwacher BMW-Zahlen zu den größten Verlierern gezählt. Renault stiegen um 4,13 Prozent auf 31,375 Euro und zählten zu den stärksten Werten im CAC-40-Index. Die Titel profitierten von der angehobenen Jahresprognose des japanischen Partnerkonzerns Nissan . PSA Peugeot Citroen gewannen 2,13 Prozent auf 23,06 Euro. In Mailand stiegen Fiat um 4,26 Prozent auf 10,78 Euro.

Bankenwerte zählten gleichfalls zu den Gewinnern. Societe Generale legten nach Zahlen um 4,56 Prozent auf 45,64 Euro zu. Zeitweise sprangen die Titel sogar an die Spitze des Eurostoxx 50. Die französische Großbank hatte ihren Nettogewinn im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum glatt verdoppelt. Trotz des Gewinnsprungs bleibt das Bankhaus aber vorsichtig. Das Umfeld bleibe unsicher, hieß es. Wie andere Banken hatte die Societe Generale vor allem von der Erholung der Investmentbank-Sparte profitiert. Die Situation normalisiere sich zusehends, hieß es in dem Quartalsbericht. Die französische Großbank BNP Paribas dementierte derweil einen Bericht über ein Interesse an der Societe Generale. Die Aktien dieser Bank gewannen 3,46 Prozent und Credit Agricole stiegen um 4,78 Prozent. In London waren Barclays mit plus 4,19 Prozent auf 331,901 Britische Pence besonders gefragt. In Zürich erholten sich die UBS-Titel mit einem Plus von 4,04 Prozent auf 17,01 Franken weitgehend von ihren Vortagsverlusten. Der weiter ungebremst anhaltende Geldabfluss bei der Großbank hatte am Dienstag bei der Zahlenvorlage die Anleger erschreckt.

In den Blick rückte zudem der Rohstoffsektor, der von dem erneut auf Rekordhoch gestiegenen Goldpreis profitierte. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) des Edelmetalls kletterte bis auf 1 095,40 Dollar. In London verteuerten sich daher die Aktien von Fresnillo um 9,19 Prozent auf 820,00 Pence. Randgold Resource legten zugleich um knapp fünf Prozent zu. Andere Minenwerte wie Kazakhmys oder Xstrata verbuchten ebenfalls kräftige Gewinne zwischen sechs und sieben Prozent.

Öl-Werte gaben dagegen nach oder legten unterdurchschnittlich zu. Royal Dutch Shell gaben um 0,33 Prozent nach. BP stiegen um minimale 0,19 Prozent. Die Papiere des französischen Ölkonzerns Total rückten nach Quartalszahlen in den Fokus. Der Gewinn war wie bei allen Konkurrenten wegen des gesunkenen Ölpreises deutlich gesunken. Allerdings hatten Experten mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. Die Aktie gewann 1,66 Prozent auf 41,635 Euro.

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