Marktbericht
Europas Börsen schließen uneinheitlich

Trotz positiver Impulse von den US-Börsen haben die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch nach Vorlage zahlreicher Bilanzen uneinheitlich mit geringen Veränderungen zum Vortag geschlossen.

HB PARIS/LONDON. Trotz positiver Impulse von den US-Börsen haben die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch nach Vorlage zahlreicher Bilanzen uneinheitlich mit geringen Veränderungen zum Vortag geschlossen. Nach den starken Vortagesgewinnen sei es nun Zeit für eine kurze Verschnaufpause gewesen, sagten Händler mit Blick auf die Kurse in Europa. In den USA war der Dow Jones bis zum Handelsschluss in Europa wegen überraschend guter Einzelhandelsdaten für Januar um etwa 0,7 Prozent gestiegen.

Der Leitindex Eurostoxx 50 schloss mit minus 0,01 Prozent auf 3 803,21 Zählern kaum verändert. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende Stoxx 50 sank um 0,16 Prozent auf 3 241,67 Zähler. Der Euronext 100 legte unterdessen 0,43 Prozent auf 865,70 Punkte zu. In Paris rückte der CAC 40 um 0,30 Prozent auf 4 855,40 Punkte vor. Der Londoner Ftse 100 sank hingegen um 0,51 Prozent auf 5 880,10 Punkte.

In Paris standen PSA Peugeot Citroen nach starken Zahlen mit plus 4,74 Prozent auf 49,90 Euro am der Spitze des Kurszettels. Sie zogen auch Renault mit nach oben. Deren Titel stieg mit plus 3,54 Prozent auf 74,55 Euro an die Spitze des Eurostoxx 50. "Die Zahlen klingen sehr ermutigend und die Ziele im kommenden Jahr sehen erreichbar aus", sagte WestLB-Analyst Adam Hull. Total rutschten nach frühen Gewinnen mit 0,10 Prozent auf 49,45 Euro ins Minus. Die Zahlen seien "solide", hieß es dennoch von Börsianern.

Schwächster Wert waren im Eurostoxx 50 die Titel von Arcelormittal mit minus 3,58 Prozent auf 47,39 Euro. Analysten verwiesen auf mögliche Gewinnmitnahmen, nachdem die Titel am Vortag dank einer positiven Studie der UBS stark zugelegt hatten. Die Zahlen hätten unterdessen durch die Bank am oberen Ende der Erwartungen gelegen.

In London glänzten British Energy mit plus 9,00 Prozent auf 533,00 Pence an der "Footsie"-Spitze. Der Stromkonzern will im April eine Sonderdividende in Höhe von 14,5 Pence je Aktie ausschütten. Zudem ging der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nicht so stark zurück wie befürchtet. Bradford & Bingley brachen unterdessen in der zweiten Reihe um 12,23 Prozent auf 213,50 Pence ein. Händler bezeichneten die Ergebnisse der Hypothekenbank als "enttäuschenden Start in die Berichtssaison der Finanzwerte".

Aktien von Telecom Italia gewannen 1,36 Prozent auf 1,9 350 Euro, nachdem das Unternehmen eine Pressekonferenz nach Börsenschluss angekündigt hat. "Möglicherweise wird Telecom Italia die Öffnung des Netzwerkes für die Konkurrenz bekannt geben", vermutete ein Händler und bezog sich damit auf einen Artikel der Zeitung "Il Sole 24 Ore".

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